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Verraten Sie niemals Ihre Figuren für einen Gag, nicht einmal für den Plot. — Allan Ayckbourn

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Auf der Bühne

Kölner ImproStern 2013: Wie man gefühlvoll auf Regeln pfeifen kann

von Ronald Pabst (www.ronald-pabst.com):

KÖLN – Improvisationstheater: Das kann große Gefühle, Hilfestellung und freier Umgang mit Regeln sein. Und manchmal ist es einfach Comedy zum Ablachen. Beim Goldenen ImproStern, der Abschlussshow des Kölner ImproFestivals, trafen diese Welten aufeinander. Am Ende setzte Ben Hartwig das Motto „F**k the rules“ wunderbar um. Das Publikum belohnte es nicht.

Moderatorin Eva Thiel ermittelt Punkte. Foto: Thomas Bruttel

Moderatorin Eva Thiel ermittelt Punkte. Foto: Thomas Bruttel

Alljährlich treten beim Kölner Festival, das diesmal vom 19. bis 24. März stattfand, einige der renommiertesten Vertreter der Zunft gegeneinander an. Die Regeln: In jeder Runde steht jeder Darsteller einmal auf der Bühne und spielt mit zufällig ausgelosten Partnern eine Szene. Das Publikum bewertet anschließend jede Szene mit Punkten: Die ausgelosten Darsteller erhalten dabei jeweils dieselbe Punktzahl. Nicht ausgeloste Mitspieler können Szenen unterstützen, erhalten jedoch keine Punkte dafür. Im Laufe der Show scheidet bei zwei Zwischenwertungen jeweils die Hälfte der Spieler aus, bis zuletzt drei Darsteller übrig bleiben. Im abschließenden Stechen spielen diese solo einen inneren Monolog, der in einem Lied enden soll.

Die Finalisten (v.l.n.r.): S. Kjel Fiedler, Dave Luza, Ben Hartwig. Foto: Thomas Bruttel

Die Finalisten (v.l.n.r.): S. Kjel Fiedler, Dave Luza, Ben Hartwig. Foto: Thomas Bruttel

Diesmal schafften es S. Kjel Fiedler, Dave Luza und Ben Hartwig ins Finale. Für Ben war es der zweite Auftritt beim ImproStern. Bereits 2010 war er bei der FestivalSession vom Publikum zum „Liebling“ gewählt worden und durfte daher bei der großen Abschluss-Show, dem Goldenen ImproStern, als Amateur unter den Profis antreten. Ich erinnere mich gut an einen der Gründe, warum er damals so viel Applaus bekam: Er half in vielen Szenen seinen Mitspielern und ließ sie gut aussehen. Ich muss es wissen, denn ich stand damals bei der FestivalSession mit ihm auf der Bühne.

Inzwischen ist einiges Wasser den Rhein heruntergeflossen. Ben ist mittlerweile ebenfalls professioneller Improdarsteller und spielt unter den Großen. Auch 2013 wirkt er beim Festival in vielen Szenen unterstützend mit, selbst wenn ihn das Los gar nicht dazu bestimmt hat. So bringt er einige Szenen voran, ohne von den Punkten zu profitieren. Wunderbar ist sein Einsatz als Knopf in einem Fahrstuhl, mit dem ein Pärchen den Strom an- und abschalten kann – je nachdem wie weit der Streit untereinander gediehen ist. Das Publikum fordert am Ende einen Extra-Punkt für Ben, den die Jury regelkonform verweigert. Ben bekommt ihn erst, als ihn das Los trifft: Er stellt dort einen „Kinksi-Zombie“ dar. Auch beim Stechen im Finale hilft Ben dezent und führt am Ende als Polizist einen von Dave Luza verkörperten fischdosenfixierten Reggaesänger ab.

Außerdem wirkt Ben an Szenen mit, bei denen große Gefühle auf die Bühne kommen. So in einer Vater-und-Sohn-Nummer mit Dave: Der verzweifelte dachdeckende Vater fühlt sich vom puppenspielenden Sohn allein gelassen; dieser wiederum fühlt sich nicht angenommen. Es knistert auf der Bühne: Wie normal muss man sein?

Nele Kießling und S. Kjel Fiedler, unterstützt vom gesamten Ensemble. Foto. Thomas Bruttel.

Nele Kießling und S. Kjel Fiedler, unterstützt vom gesamten Ensemble. Foto. Thomas Bruttel.

Natürlich gab es auch viele Spitzen-leistungen anderer Darsteller. Wirklich schön waren die Fische im Aquarium, in dem sich der Neue gleich als Führer aufspielt: Nach einem Ausbruch finden sich die drei Fische am Ende statt im ersehnten Meer auf dem Teppichboden wieder und drohen qualvoll einzugehen. Die Bewegungen, der Gesang, die Statuswechsel – alles einfach toll. Unschlagbar war Daves Reggae im Finale, mit dem er souverän den Titel abräumte. Danke an die Organisatoren von Clamotta, die mit dem Kölner Festival mittlerweile zum achten Mal eine Plattform für viele großartige Bühnenmomente geschaffen haben.

Für mich waren die erwähnten Szenen die Höhepunkte beim Goldenen ImproStern. Der leider nicht nur leuchtete. Der zweite Teil der Show begann mit auf die Leinwand projizierten Filmszenen, die dann von zwei Darstellern weitergespielt wurden. Zwei von drei Episoden endeten mit Sex. Wie gewagt. Und auch einer der Monologe im Finale beschäftigte sich – hört, hört – mit den sekundären Geschlechtsorganen der Nachbarin. Das ist vorhersehbar. Das ist Comedy. Es ist, das sei gesagt, das Ziel der Veranstaltung. Es wird erreicht. Bis Ben für die letzte Nummer des Abends auf die Bühne tritt.

Für seinen Monolog bekommt er von einer Frau aus dem Publikum die Vorgabe: „Nasepopeln“. Zum sichtbaren Entsetzen von Moderatorin Eva Thiel holt er die Frau auf die Bühne. Er kündigt an, ihr zu zeigen, was solche Vorgaben für Impro-Spieler bedeuten – und scheitert dabei. Er scheitert groß und fröhlich. Er scheitert mit Sentenzen wie „Menschen sind Bücher; schau immer auf den letzten Satz, auf den kommt es an.“ Freilich stimmt das nicht. Denn das Leben ist wie Impro und über keinen von uns ist der letzte Satz schon geschrieben. Zum Glück.

Ben nimmt in seiner Nummer die losen Enden aus den Szenen des Abends auf – so rettet er die Fische, indem er sie vom Teppich in die Vase befördert. Zum Abschluss tanzt er mit der Vorgabengeberin auf der Bühne.

Nach dieser Szene wiesen die Jury und Eva Thiel übertrieben deutlich darauf hin, dass es sich nicht um einen Monolog gehandelt habe. Denn es ist natürlich ganz schlimm, wenn ein Impro-Spieler die Regeln verletzt. Dabei war es ein wunderbarer Impro-Moment. Es war ein grandioses Beispiel für freudiges Scheitern. Für diese Szene hat Ben den Goldenen ImproStern wohl wirklich nicht verdient. Doch es stellt sich die Frage: Darf ein Impro-Spieler die Regeln brechen? Nun, es gibt Momente, wo er es sogar muss: „F++k the rules“!

Dave Luza, Gewinner des Goldenen ImproSterns 2013, umrahmt von allen Mitwirkenden. Foto: Thomas Bruttel

Dave Luza, Gewinner des Goldenen ImproSterns 2013, umrahmt von allen Mitwirkenden. Foto: Thomas Bruttel

Allgemein

Kölner ImproFestival sucht Teilnehmer für Masterclass Workshop

KÖLN – Die Veranstalter vom Kölner ImproFestival bieten kurzfristig noch einen Workshop für sehr erfahrene Improspieler an. Wenn sich bis zum 05.03.2012 acht Teilnehmer finden, findet der Workshop statt. Also nichts wie ran…

Titel:

Impro-Masterclass bei Frederik Malsy

Kurzinfos:

  • Zielgruppe: Langjährige ImproSpieler mit regelmäßigen Bühnenauftritten.
  • Beitrag: 160 Euro. Nur 8-10 Teilnehmer.
  • Workshopzeiten: Samstag, 10.3.: 9h-17h und Sonntag, 11.3.: 9h-13h (nicht am Freitag!)

Beschreibung:

Viele – vor allem erfahrene – Impro-Spieler finden sich in „gängigen“ Impro-Workshops nicht wieder, weil die Themen, mit denen sie „zu kämpfen“ haben, an denen sie wachsen wollen und mit denen sie sich beschäftigen, doch komplexer und individueller sind als das viele Workshops abdecken.

In dieser Masterclass werden wir in einer kleineren Gruppe intensiv daran arbeiten, die persönlichen Stärken der einzelnen Teilnehmer weiter auszubauen und zu erweitern. Inspiriertes, partnerschaftliches Impro-Spielen soll im Vordergrund stehen. Beziehungen, Emotionen, Authentizität, Timing, Handwerkliches und Inspirierendes soll uns erwarten.

Mit jedem Teilnehmer führt Frederik im Vorfeld ein telefonisches Vorgespräch. Darin werden die Themen, Erwartungshaltungen und Ziele gemeinsam abgeklärt.

Für Buchung und weitere Infos bitte Mail an: info(ät)clamotta.de

Allgemein

Impro-Festivals 2012 in NRW

NRW – Auch 2012 werden in ganz Deutschland wieder zahlreiche Improtheater-Festivals scharenweise Besucher anziehen. In Nordrhein-Westfalen werfen gleich zwei Highlights ihre Schatten voraus:

Vom 6.-11. März 2012 findet das 7. Kölner ImproFestival statt. Laut Veranstalter, dem Kölner Improtheater-Ensemble Clamotta, wird es diesmal noch anspruchsvoller und auch noch internationaler. Ausgewählte und hochkarätige Improdarsteller zeigen ihre Kunst in insgesamt 8 Shows auf verschiedenen Bühnen. Schwerpunkt des Kölner ImproFestivals ist die Schweiz. Daneben werden Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet mit von der Partie sein. Auf dem Programm stehen viele bereits von den früheren Festivals bekannte Showformate wie der “Kampf der Giganten”, die “MarathonNacht” und “Der Goldene ImproStern”, doch auch einige Neuheiten sollen geboten werden, darunter die Premiere der deutsch-schweizer Liason “Jukebox”, die Köln-Premiere der Bochumer Erfolgsshow “MordArt” und die Premiere der Kindershow “Der kleine LINK”. Neben dem abendlichen Show-Programm locken tagsüber 6 Workshops für Anfänger und fortgeschrittene Improspieler. Ausführliche Infos zu den Shows und Workshops gibt es hier.

Vom 16.-18. März 2012 folgt dann das kleinere doch nicht weniger interessante Düsseldorfer Improfestival mit insgesamt 3 Shows, organisiert vom dort heimischen Ensemble Phoenixallee. Angekündigt ist eine Show mit den Vorjahressiegern, ein Maestro sowie eine Improshow für Kinder ab 5. Mehr Infos zu diesem Festival finden sich hier.

Personen&Gruppen

Impro seit der Schulzeit: Interview mit Sonja Vilč vom Kolektiv Narobov

Von Ronald Pabst

Sonja Vilc

Sonja Vilč ist Mitglied des Kolektiv Narobov; die Gruppe aus Slowenien wurde für ihre Arbeit schon mit zahlreichen internatioalen Preisen ausgezeichnet – Publikumspreis für die Performance “Call” (Improvaganza Festival, Edmonton, Kanada; Impronale, Halle/Saale), Ježek-Preis für das interaktive Hörspiel “Big Sister”, Beste Langform für die Performance “De.Kons” (Impronale, Halle/Saale). Die Narobovs gastierten in den sechs Jahren ihres Bestehens bereits auf zahlreichen Bühnen in Europa (u.a. in Amsterdam, Antwerpen, Berlin, Bremen, Graz, Köln, Lyon, Stockholm, Skopje, Wien, Zürich) sowie Nordamerika (Edmonton, Portland, Seattle, Vancouver, Victoria). Auch als Trainer und Workshopleiter treten sie in Erscheinung. Im Nachklang zum 6. Kölner ImproFestival sprach Sonja über ihr Verständnis von Impro-Theater, ihre Projekte und gab Tipps fürs Spielen.

 

Impro-News.de: Hallo Sonja. Du hast ja schon in vielen Ländern auf der Bühne gestanden. Wie reagieren denn die Menschen auf deine Shows?

Sonja Vilč: Ich merke, dass es andere Gewohnheiten gibt. Menschen in den verschiedenen Ländern lachen an ganz unterschiedlichen Stellen. Im Vergleich zu klassischen Theatern ist das Impro-Publikum viel lockerer. Die Leute sind ja Teil der Show; wenn das Publikum gut drauf ist, läuft die Show besser. In Deutschland müssen wir nach den Shows meist mehrmals auf die Bühne, um den Applaus ganz mitzunehmen (lacht).

Gibt es denn Unterschiede in der Art, wie Impro gespielt wird?

Die Gruppen „erziehen“ ihr Publikum. Wenn eine Gruppe immer klassischen Theatersport bietet, dann erwarten ihre Zuschauer genau das. Wer es sich zutraut, eine breitere Palette zu zeigen, der wird ein Publikum finden, das dafür offen ist. Genauso entscheidend ist der Ort, an dem die Vorstellung stattfindet: In einem Comedy-Club entstehen andere Shows als in einem Experimentaltheater.

Wie hat dir denn das Festival in Köln gefallen?

Das Festival hat viel Spaß gemacht; aber auch viel Arbeit. Ich habe zusammen mit Maja eine Narobov-Show gespielt und beim Improstern mitgemacht. Zudem habe ich drei Tage lang einen Workshop geleitet. Außerdem habe ich mir noch zwei Shows angesehen. Und das alles in nur 5 Tagen. Es war sehr abwechslungsreich. Unsere Show war in einem kleinen Underground-Theater; die Gala um den Improstern war hingegen sehr vornehm.

Wie bist du denn dazu gekommen, Impro-Theater zu spielen?

In der Schule: In Slowenien spielen bereits die vierzehn- bis achtzehnjährigen Schüler; oft gibt es Gruppen, die von Trainern angeleitet werden. Im Theatersport treten verschiedene Schulen gegeneinander an. Diese Auftritte sind natürlich gut besucht; es ist schön, sehr lustig und geht manchmal richtig zu Sache. Dort habe ich Maja (Dekleva Lapajne) und Alenka (Marinič) kennengelernt, die auch beim Kolektiv Narobov mitspielen.

Was genau macht ihr beim Kolektiv Narobov?

Unser Kolektiv besteht aus fünf Mitgliedern. Wir machen ganz unterschiedliche Projekte – nicht nur Impro. So spielen wir zum Beispiel die „Grand Big Tour“. Das ist eine Performance, bei der wir als Stadtführer gewöhnliche Viertel eines Ortes vorstellen. Dabei erzählen wir ein paar Geschichten von dem Ort und arbeiten mit einstudiertem Text – der dann doch wieder an Situation und Zuschauer angepasst wird. Das nächste Mal sind wir mit dieser Show am 13. Mai in Enschede (Niederlande) zu sehen. Im Mai spielen wir auch in Slowenien. Dort machen wir bereits schon das 10. Jahr ein großes Spektakel – eine Art Parodie des European-Song-Contests. Jedes Jahr im Oktober veranstalten wir ein Theaterfestival. Es heißt: „The Naked Stage.“ Wir haben schon viele ganz unterschiedliche Künstler eingeladen: Schauspieler, Tänzer und Musiker. Bei den bisher neun Festivals hatten wir schon 31 Gruppen aus 15 Ländern zu Gast.

Wie seid ihr zu dem Namen gekommen? Was bedeutet er?

Bei der Namensgebung haben wir uns entschieden, auf das Wort „Impro“ zu verzichten: Einerseits passen unsere ganz unterschiedlichen Projekte in die Kategorie „Darstellende Künste“ oder „Live Arts“; andererseits wollen wir keinen Unterschied zwischen „Impro“ und „Theater“ machen. Wir haben erst unter dem Namen „Theater Narobov“ gespielt. Aber wegen unserer Arbeitsweise passt da Wort „Kolektiv“ viel besser. Narobov ist ein Wortspiel. Auf slowenisch klingt es nach „am Rande“ und „nicht richtig“; zugleich klingt das Wort aber wie ein osteuropäischer Theaterexperte; den gibt es aber nicht.

Was ist dein Ziel auf der Bühne?

Ein übergeordnetes Ziel kann ich gar nicht nennen. Das hängt immer vom konkreten Projekt ab. Auf jeden Fall habe ich das Ziel, das jeweilige Konzept ins Leben zu bringen. Ich möchte gute Shows spielen und in dieser Zeit eine spannende Beziehung oder sogar Verbundenheit zwischen den Performern und dem Publikum erreichen.
Was mir auf der Bühne sehr wichtig ist, ist Zwischenräume zu schaffen, in denen aktives Zuschauen stattfinden kann – wo die Zuschauer ihre eigenen Gedankenwelten und Bilder einbringen können. Es ist immer eine Herausforderung, eine Reibung unterschiedlicher “Wahrheiten” und verschiedener Wahrnehmungsebenen hervorzurufen. Das heißt, für die Zuschauer ein Feld zu öffnen, wo sie gleichzeitig mehrere Perspektiven eines Ereignisses erleben können, wo sie eine Verschmelzung von Bildern, Klängen, Sprache erfahren können und einzigartige, unerklärbare Details spüren. Daraus stammt die Kraft nicht nur des Theaters, sondern der Künste im Allgemeinen.
Natürlich mache ich andererseits auch gerne Shows, wo man nur mit purem, trashigem Spaß spielen will. Wobei auch dieser Ansatz durchaus seine eigene Poesie erzeugen kann.

Hast du einen Tipp für Impro-Spieler? So etwas wie eine goldene Regel?

Das ist eine schwere Frage. Vielleicht ist es die: Sei offen und habe selber Spaß an dem, was du auf der Bühne machst.

Was hast du in deinem Kölner Workshop „Rhythmus in Improvisation“ unterrichtet?

In meinem Kurs habe ich vier Möglichkeiten gezeigt, mit denen der Rhythmus einer Szene beeinflusst werden kann. Es sind die Bewegung, die Sprechgeschwindigkeit, die Reaktion auf den Partner und der Abstand zwischen den Beats. Jede davon kann variiert werden: von ganz langsam bis superschnell. Auf der Bühne tendieren Spieler oft dazu, im gleichen Tempo zu agieren. Dabei können sich aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Spieler sehr interessante „Stilwandel“ und schöne, aber auch fesselnd ungewöhnliche Szenen ergeben.

Auf der Bühne

KIF 2011: Sechs Stunden Impro-Marathon

Von Axel Bungert

„Es wird gespielt, bis weniger Zuschauer als Spieler da sind“ – das war die Maßgabe für den Impro-Marathon des 6. Kölner ImproFestivals am 15.4. 2011 in der Lutherkirche. Der Rekord von 2009 wurde zwar um eine Viertelstunde verfehlt, dennoch hielten die Darsteller aus ganz Deutschland tapfere vier Stunden durch, musikalisch begleitet durch eine Impro-Band bestehend aus Sebastian Fuhrmann, Marco Seypelt und Jakob Schöttle. Zusammen mit der vorhergehenden Show „Köln sucht die Superszene“ waren das geballte sechs Stunden Improtheater für Spieler und Zuschauer. Hut ab!

Die Impro-Show bestand aus der Vorgabe: Alles kann – nichts muss. So entstand Szene nach Szene, mal ein kurzer Gag, mal eine längere Geschichte, mal ein Song, mal ein Tanz. Sichtlich Spaß hatten zwei Workshopleiter des Festivals, Ralf Schmitt und Frederik Malsy, die immer wieder gemeinsam auf die Bühne gingen und auch die beste Szene des Abends improvisierten: Als Maler (Schmitt) und Vorarbeiter (Malsy) lieferten sie sich zunächst einen Schlagabtausch in Form von kurzen, ans Publikum gerichteten Monologen. Völlig organisch fanden sie dadurch die Geschichte: Beide hatten sich im Internet-Chat als Frauen ausgegeben, um sich mit anderen Frauen zu verabreden. Die Szene endete beim „Date“ der beiden im Café, in dem sie (singend) erkennen mussten, dass sie sich in Wahrheit miteinander verabredet hatten. Schmitt und Malsy, beide Organisatoren eigener Festivals bzw. Impro-Hotels, ließen es sich später nicht nehmen, innerhalb einer Szene eine weitere Festivalorganisatorin, Nadine Antler aus Würzburg, von der Bühne aus anzurufen und ihr vom gesamten Publikum ein Geburtstagsständchen auf die Mailbox singen zu lassen.

Das Flipchart aus der vorherigen Superszene-Show wurde ebenfalls gerne zu Hilfe genommen, um Szenen mit einfachen Zeichnungen oder kurzen Kommentaren zu bereichern. Veranstalter Stefan Thiel improvisierte daraufhin eine Flipchart-Präso, indem er auf das erste Chart zurück klappte und jedem Chart durch seine Präsentation eine komplett neue Bedeutung verlieh.

Manch eine Szene ließ es an Spannung vermissen, doch als ein Zuschauer sein Missfallen durch den Einruf „Langweiler!“ ausdrückte, zog Ralf Schmitt ihn spontan auf die Bühne und ließ ihn live erleben, wie schwer es ist, das Publikum bei Laune zu halten. Die daraus hervorgehende Szene war auch nicht besonders spannend (positiv ausgedrückt), doch Hut ab vor dem Zuschauer, der tapfer mitspielte! Schließlich lichteten sich die Reihen, und so stimmten die verbliebenen Darsteller gegen zwei Uhr nachts den Schluss-Song „Wir haben nur für euch gespielt“ an.

Auf der Bühne

KIF 2011: Billa Christe gewinnt Goldenen ImproStern

Von Heike Reissig

Zwölf renommierte Improdarstellerinnen und -darsteller aus Deutschland, Slowenien und Frankreich lieferten sich am 16.04. im Rahmen des 6. Kölner ImproFestivals im Gloria Theater einen spannenden und sehr unterhaltsamen Kampf um den Goldenen ImproStern.

Billa Christe, Gewinnerin des Goldenen ImproSterns 2011, von Roberto Hirch auf Händen getragen. Foto: H. Reissig

Zu den Kandidaten, die um die begehrte Auszeichnung als bester ImproComedian wetteiferten, gehörten Billa Christe (Gorillas, Berlin), Frederik Malsy (FGKH, Wiesbaden), Monika Eßer-Stahl (fastfood theater, München), Konstantin Josuttis (Theater L.U.S.T., Freiburg), Anja Balzer (Hottenlotten, Bochum), Ralf Schmitt (Steife Brise, Hamburg), Sonja Vilč (Kolektiv Narobov, Ljubljana), Michael Remmert (walkact24, Unna), Roberto Hirche (tmbh, Konstanz), Michael Stadler (Compagnie 38, Paris), Stefan Thiel (clamotta, Köln) und Sebastian Barnstorf (5te Dimension, Hannover), der Publikumsliebling der FestivalSession am 15.04.

Festivalchefin Eva Thiel führte als Moderatorin sehr charmant und souverän durch den Abend, unterstützt durch ihren liebenswert schrulligen Butler Howard (Stephan Stark) sowie die Juroren Mona Tawussi (Gewinnerin des Goldenen ImproSterns 2010) und Walter Bockmayer („Die Geierwally“). Marco Seypelt sorgte mit seinen Kollegen Thomas und Stefan für die perfekte musikalische Untermalung einer durchweg abwechslungsreichen Show.

Heiße Bauchtänzer beim Goldenen ImproStern. Foto: H. Reissig

Das gut gelaunte, schnell und schlagfertig agierende Darsteller-Ensemble zauberte einen Gag nach dem anderen aus dem Hut und wurde für die Szenen vom Publikum nicht selten mit der höchsten Punktzahl belohnt. Besonders großen Applaus erzielten die verschiedenen Varianten eines Genre-Replays zur Vorgabe „Fensterputzen“, wobei die Rollen eines Pärchens und eines Fensters von verschiedenen Darstellern übernommen wurden. Im Replay als „Augsburger Puppenkiste“ wurden Billa Christe, Roberto Hirche und Sebastian Barnstorf als Marionetten bejubelt. Im Replay „Weimarer Republik“ sicherten sich Frederik Malsy, Konstatin Josuttis und Stefan Thiel mit der Ausrufung der Fensterdemokratie und improvisiertem Politkabarett zur Musik der Goldenen Zwanziger die Höchstpunktzahl. Im Replay „Bauchtanz“ überzeugten Michael Stadler, Anja Balzer und nicht zuletzt Ralf Schmitt als hüftschwingendes Dreckfenster mit leidenschaftlichem Körpereinsatz zum Rhythmus heißer orientalischer Klänge.

Wie es bei Theatersport-Shows im Maestro-Format üblich ist, wurde vor der Pause die Hälfte der Spieler verabschiedet; diejenigen mit der geringsten Punktzahl mussten ausscheiden. In der zweiten Hälfte der Show ging es höchst unterhaltsam weiter. Billa Christe und Robert Hirche wurden vom Publikum erneut mit der Höchstpunktzahl belohnt, als sie einen zuvor gezeigten Szenenausschnitt aus der TV-Serie „CSI“ weiter spielten: Roberto Hirche übernahm eine Doppelrolle als Verdächtiger und Kriminalist, während Billa Christe als seine unterkühlte CSI-Kollegin mit einzigartiger Komik brillierte.

In einem packenden Finale mussten dann Monika Eßer-Stahl, Roberto Hirche und Billa Christe ihr Können in drei Solo-Szenen unter Beweis stellen. Jeder erhielt die Aufgabe, zu einem bestimmten Thema einen inneren Monolog zu halten, der mit einem Lied in einem bestimmten Genre enden sollte. Hier überzeugte vor allem Monika Eßer-Stahl als streng vegetarische Ökofarmerin, die in Form eines Kinderliedes ihren heimlichen Wunsch gestand, aus ihrem Haushuhn Agnes ein leckeres Süppchen zu kochen. Doch am Ende kann es wie immer nur einen Sieger geben: Die Zuschauer wählten schließlich Billa Christe zur besten ImproSpielerin des Abends. Von Publikum und Mitspielern gleichermaßen gefeiert nahm die sympathische Berlinerin den Goldenen ImproStern strahlend und sichtlich gerührt in Empfang. Herzlichen Glückwunsch!

KIF 2011: "Goldener ImproStern". Foto: H. Reissig

Auf der Bühne

KIF 2011: Kolektiv Narobov präsentiert „Call“ – Die überraschende Poesie der Telefonbücher

Von Heike Reissig

Am 14.04. gab es beim 6. Kölner ImproFestival eine Aufführung zu sehen, die ein wenig aus dem übrigen Programm fiel: Das slowenische Ensemble Kolektiv Narobov präsentierte im Klüngelpütz Theater sein Improtheater-Format „Call“ in englischer Sprache.

Der Titel „Call“ war Programm: Beim Eintreten in den Theatersaal fielen sofort die vielen slowenischen Telefonbücher ins Auge, die nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauerraum an langen Schnüren von der Decke herabhingen. Während der Show ließen die beiden Darstellerinnen Maja Dekleva Lapajne und Sonja Vilč sich beim Improvisieren vom Klang zufällig aufgeschlagener und laut vorgelesener Namen inspirieren, um so im Laufe des Abends etwa 20 verschiedene Figuren auf der Bühne zum Leben zu erwecken und den Zuschauern einen kleinen Einblick in deren Alltag und Schicksale zu gewähren.

Kolektiv Narobov. Foto: H. Reissig

So erzählt Korohica Marolein, eine von Maja verkörperte schüchterne Fahrkartenkontrolleurin, dass sie manchmal Fahrgästen, die ihr wirklich sympathisch sind, das Ticket nicht entwertet, damit sie es noch einmal benutzen können.

Oberlindner Michaela, eine von Sonja verkörperte berühmte Diva, berichtet empört von einem wenig schmeichelhaften Zeitungsartikel, der über sie geschrieben wurde und steigert sich dabei immer mehr in gnadenlose Rachephantasien.

Nevenka Homer, verkörpert von Sonja, erklärt, dass er nun zum dritten Mal versucht, den Anapurna zu besteigen: Er hat wirklich alles versucht, um zu Gipfel zu gelangen, er hat abgefrorene Finger und Zehen ebenso in Kauf genommen wie das Aufgeben seines Expeditionsteams; er ist allein weiter gekraxelt und er wird jetzt, nur noch wenige Meter vom Gipfelkreuz entfernt, auf gar keinen Fall aufgeben, auch wenn er nicht mehr kann; er wird dort so lange harren, bis das Felsgestein seiner Anwesenheit so überdrüssig ist, dass es zu Staub zerfällt und ihm endlich den Weg freigibt.

Kolektiv Narobov. Foto: H. Reissig

Manchmal verkörperten Maja und Sonja auch zwei Figuren gleichzeitig, die von einem gemeinsamen Erlebnis erzählen. So beginnt zum Beispiel Litrop Irma davon zu berichten, dass ihre Nachbarin Winter Martina uneingeladen auf ihrer Party erschien, was ihr furchtbar unangenehm war. Die wiederum erzählt davon, wie begeistert sie von der Party und ihrer Nachbarin war. Aus Sicht beider Figuren wird dann abwechselnd der Hergang der Party erzählt. Wie sich herausstellt, lief sie für Litrop Irma völlig anders als erwartet: Ihr Bericht endet damit, dass sie ihre Nachbarin nach einer gemeinsamen Nacht morgens mit einer Tasse Kaffee weckte.

Klänge, Rhythmen und Berührungen als Inspirationsquellen

Maja und Sonja ließen das Publikum unmittelbar am Entstehen der Figuren teilhaben. Eine von ihnen nahm sich ein Telefonbuch, schlug irgendeine Seite auf und las daraus einen Namen und eine Telefonnummer vor. Dann wiederholte sie diesen Namen mehrere Male und ließ sich vom Klang inspirieren. Ihre Bühnenpartnerin gab ihr dabei ständig weitere Inspirationen und benutzte dabei verschiedene Mittel. Eines davon war Musik – entweder wurde spontan eine Melodie auf dem Bühnenklavier oder ein Instrumentalstück vom Laptop gespielt. Ein anderes Mittel war die Kontaktimprovisation, d. h. die Inspiration geschah durch körperliche Berührungen. Zum Beispiel legte eine Darstellerin ihrer gerade eine Figur verkörpernden Spielpartnerin eine Hand auf die Schulter; die Spielpartnerin ließ diese Berührung dann auf sich wirken und reagierte ihren spontanen Empfindungen entsprechend.

Kolektiv Narobov. Foto: H. Reissig

Maja und Sonja gönnten sich einen Luxus, der im oft tempogepeitschten, von oberflächlicher Darstellung geprägten Improvisationtheater eher unüblich ist: Sie nahmen sich Zeit, um ihre Figuren und Geschichten zu entwickeln. Und das Beste daran: Es war keine Sekunde langweilig, ihnen bei diesem faszinierenden Prozess zuzuschauen. Im Gegenteil: Auf diese Weise entstanden sehr authentische Szenen, die oft überraschend komisch waren, manchmal auch tragisch und immer berührend.

Eine der stärksten Szenen des Abends begann mit dem Namen Koos Anica. Maja spricht ihn mehrmals aus, lauscht dem Klang, beginnt den Namen mit emotionaler Stimme auszusprechen und sich beschwingt und leicht tanzend dazu zu bewegen. Sonja reagiert, indem sie Gute-Laune-Musik einspielt. Majas Figur berichtet voller Freude von ihrem zweiten Arzttermin, wie sie im Wartezimmer saß, sich darauf freute, das nächste Ultraschallfoto von ihrem ungeborenen Baby zu sehen und es kaum erwarten konnte, endlich aufgerufen zu werden. Endlich ist sie im Untersuchungszimmer und die Ärztin macht die Ultraschalluntersuchung. Wir hören weiterhin die beschwingte Musik. Dann erzählt Majas Figur, was die Ärztin als nächstes sagte: Sie höre keinen Herzschlag mehr. Majas Figur friert ein, im Schock, ihre ganze Freude ist mit einem Mal verschwunden. Wir sehen eine junge Frau, die wortlos ganz langsam zusammenbricht. Doch die beschwingte Musik läuft weiter, immer weiter, erbarmungslos. Die Szene endet in einer stillen Kontaktimprovisation beider Darstellerinnen. Selten hat mich Improvisationstheater so berührt wie in dieser Szene.

Schade, dass das Theater nur zur Hälfte gefüllt war, denn diese Show bot wirklich Improvisationskunst vom Allerfeinsten. Wer die Chance hat, „Call“ in Deutschland oder anderswo zu sehen, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Nicht umsonst wurde Kolektiv Narobov bereits mit verschiedenen Preisen geehrt. Zuletzt erhielt das Ensemble für „Call“ den Improkal auf der Impronale 2010 in Halle.

Auf der Bühne

6. Kölner ImproFestival vom 9. – 17. April 2011

Von Heike Reissig

Vom 9. bis 17. April 2011 findet das 6. Kölner ImproFestival statt und wartet diesmal nicht nur mit 6 Workshops mit renommierten Impro-Trainern auf, sondern auch mit 10 spektakulären Abendshows, darunter gleich 3 Premieren.

ImproFestival-Leiter Eva Thiel und Markus Hahn vom Kölner Impro-Ensemble clamotta präsentierten mit Schirmherrin Susanne Pätzold das aktuelle Programm der kommenden Festtage.

Alles beginnt am 9. April mit der deutschen Erstaufführung des Maskentheaters vom kanadischen Impro-Star Steve Jarand. Er und die Festivalorganisatoren werden sowohl Gage als auch Einnahmen der Show an die Opfer des Tsunamis in Japan spenden.

Das nächste Highlight ist am 13. April der „Kampf der Giganten“ , wenn die besten Impro-Comedians aus den letzten Jahren gegen die Festival-Veranstalter vom clamotta-Ensemble antreten – unter der Moderation von „Verona Pooth“. Hinter diesem Clou steckt Schirmherrin Susanne Pätzold (Comedy- und Fernsehpreisträgerin), die in einer ihrer erfolgreichsten Switch-Reloaded-Rollen durch den Abend führen wird.

Schlag auf Schlag geht’s am 14. April weiter: In seiner Köln-Premiere geht das slowenische Ensemble Kolektiv Narobov mit seinem Programm „Call“ der Frage auf den Grund, was hinter den tausenden von Namen im Telefonbuch steckt. Mit diesem Format gewann Kolektiv Narobov bereits den Improkal bei der Impronale 2010 in Halle.

Ebenfalls am 14. April klärt „Viva Colonia!“ endlich alle Einheimischen, Zuwanderer und Durchreisende über das Kölsche Grundgesetz auf.

Am 15. April folgt die dritte Köln-Premiere des Festivals mit „Köln sucht die Superszene“.

Ebenfalls am 15. April findet die „FestivalSession“ statt: Die teilnehmenden ImproSpieler haben nur ein Ziel, nämlich der PublikumsLiebling des Abends zu werden! Der Sieger wetteifert dann mit den besten ImproSpielern Deutschlands am 16.04.2011 um den Goldenen ImproStern 2011.

Der 15. April klingt dann aus mit der „Marathonnacht“. Alle ImproSpieler, die zu Gast beim Kölner ImproFestival sind, versuchen, den Rekord im DauerFreeze (auch Stop & Go oder Szenenmarathon genannt) vom Vorvorjahr zu brechen. Gespielt wird so lange, bis es weniger Zuschauer als Spieler im Saal gibt.

Das große Festival-Finale begehen dann am 16. April 12 Spieler aus 11 Städten Deutschlands und der Publikumsliebling aus der „FestivalSession“: Sie kämpfen um den wohl wichtigsten Titel des Improvisationstheaters für den besten Impro-Spieler Deutschlands 2011, den Goldenen ImproStern.

Zum Ausklang des Festivals gibt es am 17. April eine KinderImproShow, bei der auch die Kleinsten auf ihre Kosten kommen. Auf sie wartet ein wunderbares Märchenland mit mutigen Prinzen, sprechenden Bäumen und liebenswerten Feen.

Tickets für alle Shows des 6. Kölner ImproFestivals gibt es online über www.koelnticket.de oder telefonisch unter 0221-2801 sowie in allen VVK-Stellen.

Detaillierte Infos zu sämtlichen Shows und Workshops gibt’s unter http://www.koelnerimprofestival.de/

Markus Hahn, Susanne Pätzold und Eva Thiel mit dem Goldenen ImproStern, Foto: Mike Kleinen

Kunst&Handwerk

Noch Plätze frei: Workshop mit Steve Jarand

Steve Jarand

(c) Steve Jarand

Köln:
Kaum ist die IMPRO 2011 vorbei, wirft das nächste Impro-Festival seinen Schatten voraus. Vom 09.-17.04.2011 kann man beim Kölner Improfestival Improtheater hautnah erfahren. Das Festival beginnt am Wochenende 09./10.04. mit einem spannenden Workshop von Steve Jarand,  Ensemble-Mitglied beim Loose Moose Theater (Calgary/Canada) und Schüler von Keith Johnston. Spannend deswegen, weil es in dem Workshop um Masken und deren Einsatz auf der Bühne und der Improvisation damit geht. Kürzlich erschien bei uns auch ein Interview mit Steve zum Thema Masken im Improvisationstheater.

Zwei gute Nachrichten für Impro-News.de Leser: Es gibt noch Plätze und es gibt im Rahmen eines  Impro-News.de Specials eine Ermäßigung auf den Kurspreis!

Wer mag, kann den Meister dann auch gleich am Samstag Abend bei der Deutschlandpremiere seines Maskentheaters live auf der Bühne sehen.

Auszug aus der Beschreibung des Kurses:

“Steve Jarand schafft es wie kaum ein anderer Maskenschauspieler, tief im inneren schlummernde Charaktere aus den Teilnehmern herauszuholen. Sein Hilfsmittel sind dabei seine Masken, die er für diesen Workshop mitbringt. Einfühlsam werden die Teilnehmer an die Maskenarbeit herangeführt und sind immer wieder überrascht, was alles in ihnen steckt. Heraus kommen ungeahnte Maskencharaktere, die Steve Jarand zunehmend und behutsam mit Hilfe von Improvisationstheatertechniken zum Sprechen, Bewegen und zum Interagieren bringt. Seine Methodik ist gleichermaßen für Improspieler, Theaterpädagogen, wie auch für (angehende) Schauspieler, Dramaturgen, Autoren, Regisseure, Psychologen und Pädagogen interessant.”

Mask Character Development (in englischer Sprache!)
Trainer: Steve Jarand (Loose Moose Theatre, Calgary, Kanada)
Datum: 9. + 10. April 2011
Ort: Köln

Anmeldung: siehe unser Impro-News.de Special

Kunst&Handwerk

Startschuss zum 6. Kölner ImproFestival

Vom 12.–17. April 2011 veranstaltet clamotta unter der Schirmherrschaft der ImproFrontfrau Susanne Pätzold (Switch Reloaded, Gewinnerin des Comedy- und Fernsehpreise) das Kölner ImproFestival 2011!

Für die Impro-Gemeinde gibt es sechs spannende Workshops und viele Shows zum mitmachen und angucken.

Weitere Infos finden sich auf der Festival-Homepage.

Wer an Impressionen vom letzten Festival interessiert ist, der lese noch mal unseren Artikel “Rückblick auf des Kölner ImproFestival 2010” auf Impro-News.de!

Und den Termin haben wir natürlich auch schon in unserer Übersichtsseite Impro-Festivals mit aufgenommen.