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Impro-Zitate

Improtheater hat grundsätzlich zwei Richtungen, zu denen es hin tendiert: die der flüchtigen Komik, wobei das Ziel im reinen Entertainment liegt, und die der ernsthaften Auseinandersetzung mit echten Themen. Beide Richtungen haben ihre Berechtigung, wobei ich unter ‚ernsthaften’ Szenen nicht verstehe, dass sie humorlos sind. Tatsächlich wird in solchen Szenen oft sogar mehr gelacht. — Randy Dixon

Shows Berlin

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Kunst&Handwerk

Dan Richters '14 Weisheiten für Impro-Spieler'

BERLIN – Dan Richter, Mitglied von Foxy Freestyle, Improlehrer, Lesebühnenautor und Blogger hat ein Buch verfasst. Das Werk bietet auf 32 Seiten nach seinen Angaben eine Erinnerung an das Wesentliche beim Impro. Es behandelt in kurzen Kapiteln z.B. Themen wie Angst, Akzeptieren, Behaupten, Zuhören, Unterstützen, Trainieren usw.

Erhätlich ist das kleine Werk für kleines Geld über Amazon (leider [noch] nicht als digitale Ausgabe für den Kindl): “14 Weisheiten für Impro-Spieler”.

Auf der Bühne

IMPRO12: Crumbs – Die Leichtigkeit der Improvisation

von Dan Richter:

BERLIN – In den letzten zehn Jahren haben sich die kanadischen „Crumbs“ in die Herzen der Berliner improvisiert. Von hier erweiterten sie immer mehr ihren Aktionsradius und sind inzwischen wahrscheinlich das erfolgreichste Ensemble in Europa. Und so ist es kein Wunder, dass sich bei ihrem Auftritt im Heimathafen Neukölln am Montag die halbe Berliner Improszene die Klinke in die Hand gibt. Anfänger, Laien, Profis, jeder ist hier, weil man weiß, hier ist bestaunenswerte Improvisation garantiert. Ihr guter Ruf eilt ihnen so weit voraus, dass sie schon ihr Auf-die-Bühne-Kommen lässig zelebrieren, wie der späte Elvis.

The Crumbs Foto: macro

Zwei Vorschläge aus dem Publikum: „Geburt“ und „Surfen“ (obwohl wir natürlich wissen, dass die Crumbs auch ohne auskommen würden) inspirieren die beiden zu zwei szenisch abwechselnd gespielten Langformen: Einer tragischen Story um ein Paar, das mit dem Kinderkriegen hadert, nur um dann, als sie sich dazu durchgerungen haben, festzustellen, dass die Frau unfruchtbar ist. Die andere Geschichte verhandelt die Beziehung eines begnadeten Surfers und einem Jungen, der sich vom Außenseiter zum Helden mausert.

Mit jeder Show, die ich von den Crumbs sehe, wächst meine Achtung vor ihnen. Diesmal hat es mir die Einfachheit ihrer Szenen angetan. Alles fügt sich organisch. Nichts wirkt ausgedacht oder konstruiert. Und wenn die Story im düstersten Abgrund gelandet ist, und man sich fragt, wie die beiden da noch das Steuer rumreißen wollen, tun sie es mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, die in der Improvisation ihres gleichen sucht. Für eine Langform bemerkenswert: Jede Szene hat ihren Wert, keine dient lediglich nur als Baustein für einen Plot. Das Publikum dankt es den beiden von Herzen: Alle fünf Minuten donnernder Szenenapplaus.

The Crumbs Foto: macro

Manchmal hört man hier und da unter Improvisierern, die Crumbs hätten wieder mal „nur ihre Show“ gespielt. Sicherlich zählen die beiden nicht zu den Form-Avantgardisten. Sie spielen comedy-angereicherte Melodramen, die DJ Hunnicut vielleicht manchmal etwas fett emotional doppelt. Aber das hat Chaplin auch getan, und wer hätte ihm das vorwerfen wollen? Improvisierer, schaut euch die Crumbs an! Lernt von ihrer Leichtigkeit. Lernt, dass man etwas zu sagen haben sollte. Lernt, dass es darauf ankommt, wie man es sagt. Von den Crumbs lernen heißt improvisieren lernen.

Noch mehr Fotos von der Show der Crumbs.

www.improfestival.de

Kunst&Handwerk

Gute Bücher über Improtheater

Grafik: Peter Kemp, Quelle: Wikimedia.org

Dan Richter hat auf seinem Blog Improtheater und Improvisation, den wir ja schon mehrfach jedem Impro-Interessierten ans Herz gelegt haben, eine sehr schöne Übersicht über lesenswerte Bücher zu unserem Thema zusammengestellt. Durch seine 1-5 Sterne-Wertung kann man auch gleich sehen, welches Buch noch in der eigenen Sammlung ergänzt werden sollte. Wir verweisen auch auf seine bereits 2009 erstellte kommentierte Liste von Impro-Büchern.

Auf der Bühne

Die ersten Stunden der 720 Minuten

Pokale des 720 Minuten Festival im Bühnenrausch, Foto: Impro-News

Das 720 Minuten Festival des Bühnenrausch erlebte gestern einen fulminaten 3. Abend. Es ging um nicht weniger als den Meister des Abends.
Bereits am Sonntag standen sich sechs Berliner Improgruppen in einem freundlichen Match gegenüber. Das Publikum votierte die Auswahl der Verstörten Wunschkinder und Sonntagsgruppe auf die Plätze 2 und 3. Sieger des Abends wurden die Flughunde, die damit einen der Pokale mit nach Hause nehmen durften.

Der Montag Abend gehörte den Geschichten und auch hier stellten sich die Berliner Gruppen wieder dem Publikumsentscheid. Aus den 8 angetretenen Gruppen, die jeweils 10 Minuten Zeit hatten eine Geschichte zu entwickeln, votierten die Gäste Foxy Freestyle und die Unverhofften auf Platz 2 und 3. Der Pokal ging an diesem Abend an die Verstörten Wunschkinder.

Moderator Dan Richter (li.) mit dem Meister des Abends Urban Luig. Foto: Impro-News

Moderator Dan Richter (li.) mit dem Meister des Abends Urban Luig. Foto: Impro-News

Am Dienstag standen nun zum Meister/in des Abends fünf Spielerinnen und drei Spieler auf der Bühne. Moderiert von Dan Richter gab es in der ersten Hälfte kurze Szenen, die das Publikum aber nicht nur allgemein bewerten konnte, sondern auch die Einzelleistungen und das Zusammenspiel der Improvisierer wurde mit Punkten gezählt. Die zweite Hälfte war eine Langform, welche die acht Spieler mit viel Charm zu einer abwechslungsreichen Collage zusammen fügten. Mit knappem Vorsprung von einem Punkt konnte sich Urban Luig von Paternoster den Pokal vor Isabell Rehmer (Sonntagsgruppe) und Barbara Demmer (Impro Berlin/Paternoster) sichern. Ein verdienter Meister des Abends!

Bis zum Finale am Samstag, kann man noch jeden Abend im Bühnenrausch das 720 Minuten Festival erleben: Alles weitere zum Festival!

Auf der Bühne

Fotos vom 1. Berliner IMPRO Open-Air-Stage

Hier ein paar Impressionen vom 1. Berliner IMPRO Open-Air-Stage am 12.09.2010  (einfach klicken, um ein Foto zu vergrößern).

Wer mag, kann sich einzelne Fotos so runterladen:

  • auf ein Foto klicken, um dieses zu vergrößern
  • den .flickr Link klicken
  • Aktionen -> Alle Größen anzeigen
  • runterladen
Kunst&Handwerk

Neue Improkurse von Foxy Freestyle

Foxy Freestyle haben ihr neues Kursprogramm online gestellt. Neben den typischen Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kursen gibt es Angebote zu Storytelling, Musik, ein Anti-Lampenfieber-Training, Foto-Impro und noch einiges mehr zu entdecken.

Es gibt jetzt auch einen Frühbucher-Rabatt für alle, die etwas längerfristig planen können.

>>mehr Infos

Kunst&Handwerk

Spaß am Spiel und wenn er nicht mehr da ist

Dan Richter hat in seinem Blog ein paar Gedanken zum Thema “Spaß beim Impro” aufgeschrieben. Insbesondere die Anregungen, was man tun kann, wenn der Spaß mal nicht mehr da ist, scheinen sehr hilfreich zu sein.

Daher hier mal direkter Querlink zu dem Artikel auf Dan’s Blog: Spaß als einziges Kriterium?

Allgemein

Das Anti-Impro-Glossar

Der kanadische Improspieler, Lehrer und Autor Jerry Schaefer hat auf der englischsprachigen Impro-Seite www.yesand.com (hmm, die sollten wir auch noch mal vorstellen…) ein augenzwinkerndes Glossar zu Impro-Begriffen mit dem Titel The Devil’s Dictionary zusammengestellt.

Auf Dan Richters  schon mehrfach zitiertem Blog gibt es bereits eine von diesem Artikel inspirierte deutsche Version: das Anti-Impro-Glossar

Hier ein kurzer Teaser aus dieser Sammlung grausamer Wahrheiten über Impro:

“Beat – Der Moment, in dem du das Gefühl hast, dass dich jemand abklatschen müsste, es aber niemand tut und du jetzt blöd auf der Bühne stehst.”

Tja, welcher Improspieler kennt das nicht…

Allgemein

Neuer Show- und Festival-Kalender


Wir haben unseren Show-Kalender umgestellt auf Google Kalender. Zusätzlich gibt es jetzt noch eine Extraseite mit einem Überblick über alle deutschen Impro-Festivals.
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Kunst&Handwerk

Impro-Gedanken #2

von Marco:

Gedanken sind flüchtig, manchmal bündeln sie sich aber auch in unvorhergesehener Weise mit neu Erlebtem zusammen, bilden einen Klumpen und lassen einen nicht mehr los. So erging es mir mit folgendem Impro-Gedanken, den ich schon im Januar aufgeschrieben, allerdings noch nicht veröffentlicht hatte:

“Man liest ja so einiges als Improspieler. Unter anderem auch Bücher, die nicht von Improvisation handeln. So habe ich beispielsweise gerade mal wieder ein sehr inspirierendes Buch über Zen-Buddhismus vor der Nase gehabt. Wie ich mich so lesend in diese Jahrtausende alte Lehrtradition hinein versetzte, fiel mir plötzlich etwas Bemerkenswertes auf: Die wesentlichen von Buddhisten empfohlenen Übungen zur geistigen Weiterentwicklung schulen dieselben Fähigkeiten, die auch von Impro-Trainern immer wieder bemüht werden: Achtsamkeit (“fortgesetzte, vollständige und bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments”) und die Eindämmung der ständigen (planenden) Gedanken an Zukunft und Vergangenheit, die uns dabei behindern, frei und flexibel im aktuellen Moment zu leben und zu agieren.

Während im Buddhismus diese Fähigkeiten durch spezielle Meditationstechniken und (speziell im Zen-Buddhismus) den Geist neutralisierende sowie die Intuition fördernde paradoxe Aussagen (Koans) geübt werden, versuchen Impro-Lehrer die Schüler mit Spiel-Vorgaben davon abzuhalten, Szenen vorauszuplanen und mahnen sie zur ständigen Aufmerksamkeit gegenüber ihren Mitspielern und dem “Groupmind”.

Nicht, dass ich jetzt der Gründung einer neue Impro-Religion Vorschub leisten will, aber nachdenkenswert finde ich diese Parallelen schon. Vielleicht helfen die im Impro eingeübten Handlungsweisen ja bei der Erreichung des vollkommenen persönlichen Glücks (und das ist dann auch der tiefere Grund, warum immer mehr Menschen überhaupt Improtheater spielen!). Vielleicht können buddhistische Techniken andererseits auch das Impro-Training bereichern. Wie wär’s z. B. mit einer 15-Minütigen gemeinsamen Kurzmeditation vor Auftritt oder Training? In der Literatur oder im Internet habe ich bislang noch nichts zu diesem Thema gefunden. Vielleicht hat das aber auch seinen guten Grund.”

Wie gesagt, das ist 3 Monate her. Seitdem hat mich zunächst Dan Richter darauf hingewiesen, dass Stephen Nachmanovitch in seinem Buch “Das Tao der Kreativität: Schöpferische Improvisation in Leben und Kunst” (übrigens aus dem Englischen übersetzt von Dan) entsprechende Parallelen zieht (ich muss allerdings zugeben, dass ich es noch nicht geschafft habe, dieses Buch zu lesen). Endgültig überzeugt hat mich dann ein Zufallsfund über zwei amerikanische Improspieler, die seit mehr als 2 Jahren einen Podcast über Impro UND Zen-Buddhismus publizieren. Sehr viele gute Anregungen. Mehr sei hier allerdings nicht verraten, das kommt in einem Extra-Post, damit es sich nicht mit meinen Impro-Gedanken vermischt.