WO finde ich WAS?

Kategorien

Hier kann man mitmachen!

Du magst Improtheater und schreibst gern? Du spielst in einer Improgruppe und möchtest gern mehr über die Szene erfahren? Du hast journalistische Ambitionen und würdest gern Kritiken schreiben? Dann kannst Du gern bei Impro-News.de mitmachen! Unsere E-Mail-Adresse findest Du unter: Kontakt.

Gruppe Vorstellen

Bitte den Fragebogen in eine E-Mail kopieren, beantworten und an redaktion [ät] impro-news . de schicken.

Auf der Bühne

Momenta Impro Theater Festival Leipzig

momenta16_small
LEIPZIG – Vom 19.-21. Mai 2016 findet zum zweiten Mal das Momenta Impro Theater Festival International in Leipzig statt. Die Theaterturbine hat sich wieder 5 hochkarätige Gäste in ihr Spielstätte – die naTo – eingeladen, um insgesamt 6 Shows zu präsentieren.

Gäste mit Format

Dabei hat jeder Gast ein eigenes Format im Gepäck, und zum Schluß spielen alle Gästen und die Theaterturbine eine „Impro-Jam Session“.
Stephen Sim (Crumbs, Winnipeg) beginnt am Donnerstag mit „Character Pinball“. Anschließend ist das Format „Und alles drängt zum Leben hin“ unter der Anleitung von Karin Krug (FastFoodTheater München) zu sehen. Am Freitag geht es weiter mit dem „The Stockholm syndrome“ und Helena Lindegren (Stockholm Improtheater) und „Who are you“ – Lee White, was wir schon auf der Impro 2016 erleben durften (Bericht). Am Samstag beginnt Jim Libby (English Lovers, Wien) und bringt sein Format „Radio LUV“ mit, befor die Jam-Session den Abschluß bildet.

Auf Facebook gibt es Momentma Momenta!, hier die erste Episode.

Mehr Informatationen findet ihr unter http://www.momenta-festival.de/

Orte

Interview mit Noah Telson über das Comedy Cafe Berlin

BERLIN – Seit Oktober 2015 gibt es das Comedy Cafe Berlin. Es wird gemeinschaftliche von den Freunden Nina Spiri, Dino Spiri und Noah Telson betrieben. Dan Richter traf sich zum Interview mit Noah und beide Sprachen über ihn, das Comedy Café und vieles mehr.

Dan Richter, Foto: www.danrichter.de

Dan Richter, Foto: www.danrichter.de

Dan: Wie lange wohnst du schon hier?

Noah: Ich wohne jetzt sechs Jahre hier. Aber ich habe in Berlin schon früher gelebt. Ich habe hier die Highschool abgeschlossen. Als ich siebzehn war, kam ich nach Berlin und ging dann an die JFK-Schule nach Zehlendorf. Und dann ging ich in die Uni in den Vereinigten Staaten. Aber ich wollte immer zurück nach Berlin kommen. Und so habe ich mich in ein Masters-Programm eingeschrieben, mit dem ich hierher kommen konnte.

Gute Atmosphäre für kreative Leute

Dan: Warum Berlin?

Noah Telson, Foto: Paul Green

Noah: Es scheint hier eine kreative Energie zu geben, die sehr spürbar ist und die einen an die 70er Jahre in New York und andere Orte in den USA erinnern, die gewissermaßen die kreative und künstlerische Bewegungen hervorgebracht haben. Ich habe den Eindruck, dass das im Moment hier passiert, und irgendwie wollte ich Teil dieser Bewegung sein. Und es ist eine Stadt, die sehr viel Spaß macht. Man kann es sich leisten. So etwas gibt es in den USA überhaupt nicht.

Dan: Du meinst, man kann es sich leisten, wenn man anfangen will, als Künstler zu leben?

Noah: Ja. Das ist der Punkt, den ich meine. Es gibt hier eine gute Atmosphäre für kreative Leute, die Zeit und Raum brauchen, um kreativ zu sein und sich nicht andauernd darüber den Kopf zerbrechen müssen, wie sie ihre Brötchen verdienen. (…)

Dan: Du hast in New York mit Improvisieren angefangen?

Noah: Ja, genaugenommen in New York. Ich ging zur Theaterschule. Ich hatte Theatergeschichte als Hauptfach gehabt und nahm dann an vielen Theaterstücken teil, und einiges davon war Impro. Ich kann aber nicht behaupten, dass ich so viel wie hier gespielt habe. Als ich nach Berlin kam, habe ich bei ComedySportz vorgesprochen und wurde aufgenommen, und damit bekam ich erstmals richtiges Impro-Training.

Dan: Hast du viel Impro in New York gesehen.

Noah: Na ja. Ich war ein begeisterter Zuschauer von „Who’s line is it anyway“ und diesen Sachen. Von Langform-Impro wusste ich so gut wie nichts oder zumindest nicht, was die Unterschiede sind. Ich habe einiges von UCB (Upright Citizens Brigade) und ihrer Sketch Comedy mitbekommen. Damals wohnte mein Bruder in New York. Ich besuchte ihn und zusammen gingen wir dann zu UCB. Aber selber habe ich dort nicht improvisiert.

Kein Raum und keinen Respekt

Dan: Sprechen wir übers Comedy Cafe Berlin. Auf mich macht es einen gewissen Weiter lesen…

Personen&Gruppen

Rotbäckchen & Rolf

Rotbäckchen & Rolf

Märchenhaft klingt der Name dieser neuen Improtheater Gruppe, so fragen wir nach. Hier die Antworten auf die drängendsten Fragen:

1. Name der Gruppe? (evtl. mit Bedeutung, Motto oder Kampfschrei)

Rotbäckchen & Rolf

2. Seit wann existiert die Gruppe?

erstes gemeinsames Treffen war im Dezember 2014

3. Wo tritt sie vorwiegend auf?

Berlin-Brandenburg – in der Uckermark und in Niedersachsen waren wir auch schon

4. In welchem Abstand finden Auftritte statt?

in unregelmäßigen Abständen

5. Aus wievielen Mitgliedern besteht die Gruppe derzeit?

Weiter lesen…

Auf der Bühne

Solo-Festival Impro à la carte! in Karlsruhe

Impro a la Carte Festival 2016KARLSRUHE- Im Mai wird das Festival Impro à la carte! ein Wochenende nur mit Solo-Formaten präsentieren.

Die Idee entstand aus der Anfrage von Ben Hartwig, mal eine Gastspiel-Gelegenheit für sein Solo zu bekommen, aber keinen ganzen Abend füllen zu können. Nach etwas Recherche und Anfragen, sind nun insgesamt vier Soloshows bei Impro à la carte! Und damit hat es sich den Namen Solo-Festival durchaus verdient.

Am 6. Mai zeigen drei Spieler ihr jeweils eigenes Solo-Format: Claudia Stump (Für Garderobe keine Haftung, Wiesbaden) mit „Sterntalergeschichten“, Ben Hartwig (u.a. Springmaus, Köln) mit „Grauzone“ und Nicole Erichsen (Stupid Lovers, Bremen) mit „Ich mit mir“.

Am 7. Mai wir Thomas Kreimeyer mit „Kabarett der rote Stuhl“ ein Steh-Greif-Kabarett nach Karlsruhe bringen. Er ist unter anderem Preisträger des Goldenen Kleinkunstnagels Wien 2013 und unterhält sich komplett improvisiert mit dem Publikum und bietet dabei allerbeste Unterhaltung.

Hier geht’s zum Programm: http://impro-a-la-carte.de

Kunst&Handwerk

2. Impromusiker Camp - die Plattform für spontane Musiker

DARMSTADT – Vom 5. bis 7. Mai findet in Darmstadt das 2. Impromusiker Camp statt. Impro-News sprach mit Initiator Stepahn Ziron über das Camp.

Impro-News: Was ist das Impromusiker Camp?

Stephan Ziron, Quelle: www.improworkshop.com

Stephan Ziron: Das Impromusiker Camp ist im Grunde eine Art offene Konferenz oder Barcamp, das ich 2015 ins Leben gerufen habe. Es fand erstmalig in Potsdam statt und 13 Musiker, die mit Improtheatern auftreten, trafen sich zu drei Tagen Austausch unter Kollegen. Das Konzept ist ganz einfach: Die Teilnehmer legen die Themen, Inhalte und Form des Austauschs selbst fest. Das reichte beim ersten Camp von ganz praktischen Übungen, die ausgetauscht und ausprobiert wurden über Techniktalk bis hin zu Harmonielehre. Außerdem probten wir für unser gemeinsames Konzert, das es auch in diesem Jahr wieder geben wird.

Ich bin der Meinung, dass jeder ein Experte für ein oder mehrere Themen ist und etwas beisteuern kann, damit andere Kollegen besser werden und voneinander lernen können. Es gibt ja im Grunde kaum Weiterbildungsmöglichkeiten, die sich so spezifisch mit Musik im Improtheater beschäftigen. Zumindest nicht rein für Impromusiker. Da liegt der Fokus ja meist auf den Sängern oder Improspielern und der Musiker begleitet den Workshop. Damit Musiker spezifische Themen bearbeitet werden können, habe ich diese Plattform geschaffen.

Impro-News: Warum sollte ein Musiker da mit machen und warum sollte man sich das als Publikum ansehen?

Stephan Ziron: Es ist ein Mordsspaß! Mit so vielen Improtheatermusikern auf einem Haufen zu sein und zu fachsimpeln macht einfach Spaß. Die frische Inspiration für das eigene Spiel ist einfach unbezahlbar. Das kann mir meine Improgruppe in der Form nicht geben. Man spricht eine Sprache und die gilt es weiterzuentwickeln und zu trainieren. Inputs für Szenenbegleitung, Genres, Songgestaltung, Dramaturgie und musikalisches Storytelling sind wichtig, um als Impromusiker nicht stehen zu bleiben, sondern diese spannende Form des Theaters auch von der musikalischen Seite weiter voran zu bringen.

Wir spielen auch dieses Jahr wieder ein gemeinsames improvisiertes Konzert. Das ist nicht nur für uns als Musiker spannend, sondern auch das Publikum ist hautnah dabei, wenn Kompositionen im Moment entstehen, ohne dass sich jemand die Mühe gemacht hätte, vorher etwas aufzuschreiben. Man kann musikalische Impulse wahrnehmen und spüren. Da ist auch immer ein klein wenig Magie, die da zwischen den Musikern entsteht, wenn sie gemeinsam improvisieren. Beim Improtheater spielt die Musik ja eine andere Rolle. Beim Konzert sollen die Musiker im Mittelpunkt stehen und experimentieren.

Impro-News: Warum findet es dieses Jahr in Darmstadt statt und was ist das DingsDA Festival?

Stephan Ziron: Ich wollte das Impromusiker Camp rotieren lassen. Das hat erstens den Grund, dass nicht alle Musiker, z.B. aus Süddeutschland den weiten Weg nach Potsdam machen konnten letztes Jahr und zweitens hatte ich Lust in andere Städte zu reisen und mal rauszukommen, um Kollegen kennenzulernen.

Es fand sich ein Musiker, Johannes Linder aus Darmstadt, der beim ersten Camp zwar nicht dabei war, aber bei mir einen Workshop besucht hatte Ende 2015. Johannes ist Ensemblemitglied bei KurzFormChaos, die erstmalig das DingsDA Improfestival ausrichten. Auch hier wird es ein Barcamp geben, das sich damit beschäftigt, wie sich Improtheater auch in alltäglichen bis professionellen Umgebungen anwenden lässt. Dazu werden neben Improspielern auch Experten aus Wissenschaft, Berufsleben und weiteren angewandten Kunstdisziplinen erwartet. Aber auch Showformate, wie zwei Musikshows, ein Wettkampf der Improvisateuere beim “Game of Krones” oder die “WohnzimmerGeschichten” werden präsentiert. Bei letzteren werden Improshows an den verschiedensten Orten, wie private Wohnungen, Gärten, Garagen zu Bühnen.

Impro-News: Was hast Du gelernt auf dem letzten Camp?

Stephan Ziron: Ich habe viele neue Übungen für die Arbeit mit Improsängern kennengelernt, spannende Aspekte der Harmonielehre und konnte die Erfahrung machen, selbst zu singen, während einmal ein andere Musiker begleitet. Das hab ich sonst ja eher selten. Außerdem habe ich gemerkt, dass die meisten Musiker Langformen und Songs lieber spielen, als Gameshows, in der die Musik oft keine Zeit findet, sich zu entwickeln. Das geht in Soundtracks zu einer Langform natürlich viel besser. Auch hier haben wir über Genre spezifische Musik gesprochen und viel ausprobiert. Ein kleiner Tipp kam von Joe Weis aus Mannheim, der meinte, man müsse im Horrorgenre einfach mal ein Kinderlied in der einer falschen Tonart begleiten. Gruselig.

Impro-News: Was konnte das Publikum erleben, was es sonst nicht gibt?

Stephan Ziron: Wir starteten in Potsdam mit dem spannenden Format “Impropedia”, bei dem ein Experte interviewt wird zu seinem Spezialthema, in diesem Fall war ich der Gast und die Improvisateure spielen inspiriert von dem Gespräch. In unserem Fall waren es dann mehrere Musiker, die spielten. Das Konzert mit allen 13 Musikern war für viele Zuschauer das Highlight, da die meisten nicht glaubten, dass wir wirklich mit so vielen Musikern gleichzeitig improvisieren. Ein sehr abwechslungsreicher Abend, da jeder Musiker ja einen anderen Background mitbringt.

Impro-News: Wann ist das Camp in diesem Jahr für Dich ein Erfolg?

Stephan Ziron: Wenn sich so viele Teilnehmer, wie nur möglich anmelden. Das erhöht die Chance neue Sachen zu lernen, nette Leute kennenzulernen und ein noch spannenderes Konzert zu spielen. Außerdem würde es mich freuen, wenn sich wieder jemand findet, der auch im kommenden Jahr das Camp ausrichtet.

Impro-News: Danke Stephan für das Interview. Alle weitere Informatinen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter: www.improworkshop.com/impromusiker-camp

Auf der Bühne

4. Berliner Impro Marathon – Mach mit!

BERLIN – Ob auf Deutsch oder Englisch, ob Musical oder Drama, ob Frei Schnauze oder nach Regeln, die ganze Vielfalt der Berliner Impro Szene können Fans des Improvisationstheaters geballt an einem Tag erleben. Am Samstag, 23. April 2016, steht das größte europäische Ein-Tages-Impro-Festival in der Brotfabrik am Caligariplatz ganz unter dem Motto „Mach mit!“.
4bim_orange
Ab 18 Uhr zeigen 20 Berliner Gruppen auf vier Bühnen gleichzeitig Improvisationstheater in seinen zahlreichen Facetten. Auf der Hauptbühne wird es dabei ein zehnstündiges Impro-Match geben und auf zwei weiteren Bühnen können Besucher weitere Formate kennenlernen oder ihre Lieblingsgruppe bewundern. Zu ausgewählten Stunden wird das Mitmachen auch für das Publikum möglich und experimentierfreudige Zuschauer können sich dann auf die „Open Stage“ wagen und gemeinsam mit den Spielern des 4. BIM glänzen.

Mitmachen werden auch einige Musiker, ob als Solist oder spontan gegründete Band werden sie die Impro-Darsteller unterstützen oder sich auch mal ohne die Spieler musikalisch austoben. Eine Bühne widmet sich ausschließlich improvisierten Songs und Musik.

Für internationales Flair sorgen die Berliner Gruppen „Good Luck, Barbara“ und „Improfusíon“, die lieber auf Englisch und Französisch improvisieren. Darüber hinaus sind auch spanische Improkünstler eingeladen. Dieses Jahr improvisieren die Künstler zehn Stunden lang bis 4 Uhr morgens. Anschließend gibt es für Besucher und Schauspieler eine After-Show-Party bis zum Sonnenaufgang.

Schau- und spiellustige Besucher können dabei sein, wann sie wollen. Ein spontanes Vorbeischauen für zwei Stunden ist genauso möglich wie ein stundenlanges Begleiten oder den gesamten Impro-Marathon durchzuhalten. Mitmachen lohnt sich, denn es gibt auch wieder tolle Preise zu gewinnen.

Karten sind im Vorverkauf erhältlich unter www.berliner-impro-marathon.de oder direkt in der Brotfabrik.

Kunst&Handwerk

Nutze die Aufregung: Improvisation trifft die Grinberg Methode

Sophie Kinkel und Andi MuellerBERLIN – Am 17. April 2016 gibt es einen ungewöhnlichen Workshop – die Kombination der Grinberg-Methode mit Improtheater.

Wenn wir aufgeregt sind oder Stress haben, halten wir oft Energie in unserem Körper zurück. Dies zeigt sich beispielsweise in Verspannungen. Mit der Grinberg-Methode wird die Aufmerksamkeit auf den Körper gelenkt und diese Energie zurückgeholt. Durch die bessere und intensivere Wahrnehmung des Körpers bietet sich eine große Quelle für die Darstellung bisher ungesehener Bühnenfiguren.

Ein weiterer Schwerpunkt im Workshop ist die Aufdeckung von alten und neuen Bewegungsmustern. Welche Bewegungen machen wir viel zu oft? Welche können uns selbst überraschen? Diese körperlichen Überraschungen schaffen vielschichtige Bühnenfiguren und werden anschließend auf der Improbühne ausgespielt.

Der Workshop wird von Sophie Kinkel und Andreas Mueller geleitet. Sophie Kinkel ist professionelle Bodyworkerin und qualifizierte Praktikerin der Grinberg Methode. Andreas Mueller ist Kommunikationstrainer & Coach, studierter Kulturwissenschaftler und improvisiert bei den Improbanden.

Mehr Infos und Anmeldung: http://www.hellopresence.com/detail/improvisationtrifftgrinberg

Kunst&Handwerk

Alex Berg (UCB L.A.) im Comedy Cafe Berlin

Alex Berg & hive improv
Die Hive Improv School hat einen weiteren hochkarätigen Workshop: Alex Berg von der Upright Citizen Brigade (UCB) Los Angeles zeigt euch „The Game of the Scene/Emotional Heightening“ vom 6.-8. Mai. Das UCB ist berühmt für das Finden des Games der Szene innerhalb der Langform. Wer schon vorher etwas von Alex Berg lesen will, dem sei sein Blog Improv Octopus empfohlen.
Ein weiterer sehr spannender Kurs bei Hive Impro ist „Position Play & The Deconstruction“. Chris Rock von Good Luck, Barbara! unterrichtet dort das Langformat Deconstruction mit dem „Position Play“ Ansatz von Miles Stroth, dem legendären Spieler des von Del Close geleiteten Teams „The Family„. Der Workshop richtet sich an erfahrene Improspieler.
Alle Workshops sind in english und finden im Comedy Café Berlin in Neukölln statt.

Mehr Infos und viele weitere Workshop-Angebote: www.hiveimprov.com/courses/

Auf der Bühne

Impro-Kabarett-Premiere in der Distel

Eins_auf_die_PresseBERLIN – Die Distel ist eine Kabaretthochburg in der Hauptstadt und bietet schon seit einiger Zeit improvisiertem Theater eine Bühne. Seit nun bereits 3 Jahren spielt IMPRO BERLIN dort donnerstags die Ding-Show, in der Gegenstände den Dreh- und Angelpunkt bilden. Ab den 6. April 2016 kommt nun ein Format hinzu, dass die Verbindung zwischen Kabarett und Improcomedy schaffen will: EINS AUF DIE PRESSE.

Angekündigt ist das Format mit einem Blick „hinter die Schlagzeilen„. IMPRO BERLIN will Komisches und Nachdenkliches aus Tagespresse und dem Boulevard improvisieren. „Beunruhigend, amüsant, immer top aktuell und ganz ohne Plan – wie die echte Politik.“ In einem Kabarett-Theater auch politisches Kabarett zu improvisieren liegt nahe und lässt viel Spannendes erwarten. Nach der Format-Premiere am 6. April wird die Show an jedem 1. und 3. Mittwoch im Monat zu sehen sein.

Neben IMPRO BERLIN ist aber noch ein anderes Duo Gast in der Distel: Linner & Trescher zeigen dort ihre Personality-Impro-Show. Am 15. und 16. April treten sie das nächste Mal im Studio auf.

www.distel-studio.de

Auf der Bühne

IMPRO 2016: Meta Impro macht Impro über Impro

von Sören Boller:

Internationales Festival Impro 2016 BerlinBERLIN – Nach einem Jahr Pause kehrt am 18. März 2016 das Format „Meta Impro“ in den Festivalspielplan zurück. In diesem Format wird keine Improshow, wie wir sie kennen, gespielt. Vielmehr wird über Improtheater und Improvisateure selbst improvisiert. Dabei entstehen keine szenischen Geschichten, sondern gesteuerte Interviews. Dass die Show in diesem Jahr wieder im Programm auftauchte, ist weder verwunderlich, noch zufällig, endete doch die Show vor zwei Jahren während des finalen Ausfadens mit Inbal Loris Worten „It is political!“. Die Fortsetzung in diesem Jahr drängt sich also praktisch auf.

Andere Form – anderer Inhalt

Bereits der Bühnenaufbau offenbart den speziellen Charakter der Show. Im Zentrum der Bühne steht ein Mikrofon. Jeweils versetzt und einen halber Meter weiter hinten stehen zwei Stühle, ebenfalls mit Mikrofonen ausgestattet und am Bühnenrand, wie gewohnt, die Installation aus Keyboard und weiteren technischen Equipment für einen Musiker. Die Anordnung erinnert an ein bevorstehendes Kreuzverhör. Für ein szenisches Spiel ist erstmal kein Raum auf der Bühne vorgesehen.

Das von Maja Dekleva entwickelte Format kam in diesem Jahr ohne sie selbst – zumindest auf der Bühne – aus und so betraten, wie angekündigt, die vielen BerlinerInnen bestens bekannten SpielerInnen Lee White, Inbal Lori, Gilly Alfeo und Rama Nicholas die Bühne. Dabei nahm als erste Rama Nicholas ihren Platz am zentralen Mikrofon ein. Die erste Frage war ein Fingerzeig für den weiteren Verlauf des Abends: „Haben Männer manchmal vor dir – als starke Improspielerin – Angst?“.

Ernste und persönliche Fragen, die ehrlich beantwortet wurden. Zusätzlich zu den Fragen gaben die drei „verhörenden“ SpielerInnen auch Regieanweisungen in das Gespräch, um z.B. die Emotion zu verstärken, bestimmte Mimiken zu vergrößern, in einer bestimmten Rolle zu sprechen oder so zu sprechen, als würde man mit sich selbst eine Ein-Wort-Geschichte erzählen. Durch die Verstärkungen und Verfremdungen stieg die Unterhaltsamkeit der Antworten enorm. Die Komik lebte hier vom Zusammenspiel der Ehrlichkeit, der Wahrhaftigkeit der dargestellten Emotion und der auf der anderen Seite klaren Übertreibung. Kam aber auch nur das Gefühl auf, dass eine SpielerIn nicht ehrlich antwortete, wurden die Stilmittel wieder reduziert und wir konnten ganz klar nur den Menschen erkennen.

Persönliche Bekenntnisse

Durch die Fragen, die sich sowohl um die Improvisation als auch um die Menschen drehte, wurde es zu einem Abend, an dem die SpielerInnen ihre Geheimnisse, ihre Weisheiten und ihre Ansichten über ihre Kunst, aber auch ein Stück von sich preisgaben. Rama Nicholas erzählte davon, für wie wichtig sie Liebesszenen auf der Bühne hält und gab gleich noch ein paar Tipps für diejenigen mit, die sich nicht trauen diese zu spielen: Weiter lesen…