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Impro-Zitate

Improvisation ist die Kunst, ohne Anlauf durch den Stegreif zu springen. — Georg Thomalla

Shows Berlin

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Zitate #4 - Keith Johnstone

Es macht Spaß, sich am Gelächter des Publikums zu berauschen, aber Improvisierer sollten mehr bringen als seichte Unterhaltung. Sie sollten die Träume und Alpträume und Leidenschaften verkörpern, die im Geist des Zuschauers gefangen sind, und vor allem sollten sie Geschichten erschaffen.

– Keith Johnstone

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Zitate #3 - Del Close


“Ich bin nicht gegen Lacher, ich bin nur gegen billige Lacher.”

– Del Close

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Zitate #2 - Keith Johnstone

“Bin ich inspiriert,
geht alles gut,
doch versuche ich es richtig zu machen,
gibt es ein Desaster.”

– Keith Johnstone

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Zitate #1 - Gilda Radner

Some stories don’t have a clear beginning, middle, and end. Life is about not knowing, having to change, taking the moment and making the best of it, without knowing what’s going to happen next. Delicious ambiguity. . .“*
Gilda Radner (Gründungsmitglied von The Second City)

Gilda Radner starb 1989 im Alter von 42 Jahren an Krebs.

* “Einige Geschichten haben keinen klaren Anfang,  keine Mitte und kein Ende. Im Leben geht es um: nicht zu wissen, sich ändern zu müssen,  den Augenblick zu leben und trotzdem das Beste daraus zu machen, ohne zu wissen, was als nächstes passieren wird. Was für eine köstliche Ungewissheit…”

Auf der Bühne

Nur solide Hausmannskost bei Jackpot-Show von Paternoster.

von: Zwackelmann

Dass Jugendliche Impro lieben, wusste schon Keith Johnstone: “Theatresports appeals to teen-agers because it’s risky” (s.u.). Zwei zehnte Münchner Schulklassen dominierten die Atmosphäre der “Knack den Jackpot”-Show von Paternoster am Mittwoch (27.01.10): Jede sexuelle Andeutung wurde lautstark bejubelt, den ersten Wellenpunkt gab’s für die pantomimische Darstellung eines Dildos. Der Moderator hatte allerdings nicht nachdrücklich versucht, das Feingeistige im Nachwuchs zu wecken: Nachdem er klargemacht hatte, dass Lautstärke zählt, bekam er zum Dank regelmäßig ein markerschütterndes Gebrüll halbstarker Kehlen zu hören. Nichts für den reiferen Impro-Gucker.

Auch die 3 Schauspieler konnten es nicht rausreißen. Sie agierten solide, aber für eine Profi-Gruppe etwas lahm. Nicht wirklich starke Charaktere, wenig Bewegungslust, ab und zu spannend, auch witzig, aber irgendwie auch nicht so richtig. Sicher war dieses Publikum bei der Entwicklung schöner Szenen nicht behilflich und so blieb kaum etwas in Erinnerung. Virtuos war einzig der “Du bist es nicht mehr”-Song von der gelernten Musicaldarstellerin Nini S., die auch in der abschließenden Oper als Eichhörnchen mit neckisch peitschendem Schwanz den Kritiker beeindruckte. Die vom jugendlichen Münchner Publikum nachdrücklich geforderte Vorgabe war “Oachkatzlschwoaf” (bayerisch für “Eichkätzchenschweif” – beliebtes Wort, um Nichtbayern bloßzustellen). Dass das Ganze dann nicht wirklich zündete, lag allerdings nicht am Wort (das nach zögerlichem Akzeptieren doch stimmig und korrekt ausgesprochen umgesetzt wurde); nur Sprechgesang reicht für eine Oper dann eben doch nicht und ein wenig schief klang es leider auch.

Dass der 98-Euro-Jackpot an einen Münchner Zehntklässer ging, ist sicher schön für ihn. Der Impro-Freund hätte sich statt langwieriger Punktevergabe-Erläuterungen dann aber doch etwas mehr gespielte Szenen gewünscht.

Ein schwerer Abend für Paternoster! Bei der nächsten Jackpot-Show, immer mittwochs um 20:00 im Maschinenhaus der Kulturbrauerei, wird aber sicher wieder alles anders sein.

Das vollständige Zitat von Johnstone lautet übrigens:

Theatresports appeals to teen-agers because it’s risky. Teens who would despise any conventional ‘cultural’ performance, will go through considerable hardship to take part in our shows because they get to practise exactly those interpersonal skills that they are desperate to improve. Their self-confidence and “grace under fire” are the abilities that posh English schools like Rugby and Eton struggle to instill (although their methods are a bit different).
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Kalendertürchen #24

2895461691_b3420f67d3_m“Improvisation ist die Kunst, ohne Anlauf durch den Stegreif zu springen.”

- Georg Thomalla

Unser letztes Kalendertürchenzitat stammt nicht von einem der großen Improgenies und trotzdem wollen wir Euch allen damit ein frohes Fest wünschen. Denn die Improvisation ist eines der wichtigsten Mittel, um zu den Festtagen Friede, Freude und all zu oft die Eierkuchen* zu bewahren.

Frohes Fest

(*Eierkuchen steht hier als Synonym für jegliche Speisen.)

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Kalendertürchen #23

2895461691_b3420f67d3_m“Formate machen Improtheater nicht aus, dass sollte niemand missverstehen. Sie sind lediglich die Strukturen, an denen sich Geschichten aufhängen lassen. Würden wir sie anders verstehen, bedeutete dies, das Äußere eines Hauses mit der häuslichen Wärme drinnen zu verwechseln.”

- Randy Dixon

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Kalendertürchen #22

2895461691_b3420f67d3_m“Wenn der ganze Abend frei improvisiert ist, braucht man sowohl Freiheit als auch Fokus. Darauf muss man sich einstimmen. Man nehme sich die Zeit.”

- Dan Richter von seinem Blog Gedanken zur Improvisation

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Kalendertürchen #21

2895461691_b3420f67d3_m“Beobachte einmal Menschen beim Flirten. Du wirst bemerken, dass ihre Füße dabei genauso ausdrucksvoll sind wie alle anderen Teile ihres Körpers. Bittest du sie aber, auf der Bühne zu flirten, so wird dabei wahrscheinlich kein bisschen Gefühl in ihre Füße gehen.”

- Keith Johnston aus seinem Buch “Impro for Storytellers”

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Kalendertürchen #20

2895461691_b3420f67d3_m“Unser Verhalten (unterstützt durch unsere Erscheinung) signalisiert unsere Wichtigkeit, bzw. Unwichtigkeit im Sinne des gesellschaftlichen Status. Wenn es anders wäre, könnten wir keinem anderen Menschen in einem Flur begegnen, ohne uns mit ihm zu schlagen. Anstatt zu kämpfen, scannen wir den anderen hinsichtlich Status-Informationen, und wer von beiden akzeptiert, dass er den niedrigeren Status hat, wird für den anderen Platz machen.”

- Keith Johnston aus seinem Buch “Impro for Storytellers”