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Sei aufrichtig. Jage nicht den Gags hinterher. Es gibt nichts Witzigeres als die Wahrheit. — Charna Halpern

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Auf der Bühne

2. Theatersport Cup Berlin: Der Spontanität auf der Spur

von Manuela Hoffmann:

BERLIN – Die Vertreter der deutschsprachigen Impro-Szene gaben am 17.9. 2012 im Berliner BKA-Theater den Startschuss für eine Reihe täglicher Improvorstellung im Rahmen des Theatersport Cup 2012. Zum Auftakt dieses Improtheater-Turniers traten Improkünstler von „Wir2“, „Paternoster“ und „Rocket Sugar Factory“ gegeneinander an. Durch den Abend führten Jana Kozewa (Theatersport Berlin) und Robert Munzinger (Theatersport Berlin und Die Gorillas). Das Moderatoren-Duo ergriff noch vor der Vorstellung der Impro-Akteure die Gelegenheit, vorsichtshalber dem Publikum den Begriff Improvisation zu erläutern. Dazu wurde auch gezeigt, wie das Abstimmungsverfahren in der Woche funktioniert, sowie das Applaus-Meter des Publikums funktioniert.

Das Zuschauerspektrum hat mich überrascht, da auch viele sehr junge Gesichter zu sehen waren. Aus diesem „Lager“ kam sogar ein Buch, das als Vorlage für eine „Emanzen-Szene“ fungierte. Aber auch die „Reiferen“ im Publikum amüsierten sich prächtig und genossen sichtlich den szenischen Humor des Lebens. Es gab natürlich reichlich Jubel, Applaus und viele Lacher.

Für die gelungene und vielseitige Impro-Vorstellung des Abends trugen bei: Beate Fischer (Vertretung für Martina Schütz) und Tim-Owe Georgi von „Wir 2“ (ehemals Improphil Luzern). „Paternoster“ aus Berlin (IMPROLIGA 2011-Gewinner) schickten zwei schöne Männer ins Rennen um die Gunst des Publikums – Lutz Albrecht und Thomas Zug. Die Wahl-Wiener und Gewinner des Theatersport Cup 2011 Jim Libby und Jacob Benigan rundeten die kurzzeitige Konkurrenten-Gruppe ab.

Die Schauspieler improvisierten zuerst Spiele auf „Freeze und Change-Kommandos“ der Moderatoren. Dann folgten die Zurufe des Publikum, die den Verlauf weiterer Szenen selbst bestimmen durften. Wobei kein heikles Thema wie Mundgeruch oder Bettnässen ausgespart wurde. Wie im echten Leben eben. Es folgten „Switch-and-Change-Spiele“, bei denen das Publikum die Charatere der Figuren und die Zeit des Geschehens bestimmen durften. Dabei begleitete der Musiker des Abends Uwe Matschke (Theatersport Berlin) sehr einfühlsam am Keyboard die Entwicklung der Geschichten.

Als Inspiration einer längeren Szene gab das Publikum das Genre Biedermeyer an, Jim Libby fragte dazu fast vergeblich Details nach. Lustig gereimt – obwohl ein wenig angestrengt – waren dabei die Improsongs, die zu der Szenen der Geschichte passten. Am Ende der ersten Hälfte gab´s eine Abstimmungsprobe des Publikum, als eine Art Vorbereitung für die kommende Woche des spontanen Humors.

Emanzen und der blanke Horror – Abstecher auch in die hintere Reihen des Theaters

Theatersport Cup Berlin, Jim Libby, Jacob Benigan, Thomas Zug

Das Leben ist ein Spiel! Spiel es! – Der Auftakt der Theatersport-Cup-Woche im BKA-Theater. Vom links: Jacob Benigan, Thomas Zug und Jim Libby. Foto: Manuela Hoffmann

Die zweite Hälfte des Abends wurde mit existenziell-gefärbten Geschichten ausgefüllt. Mutig war das Vorlesen eines Buchs aus dem Publikum, das „spezielle Schwierigkeiten der Frau“ und „Schmerzen der Emanzipation“ thematisiert. Spontaner geht es wohl nicht, wenn aus diesem Buch ein US-Amerikaner (Jim Libby) vorliest und dies eine Vorlage liefert. Herausgekommen ist eine szenische Antwort auf die Frage „was hält uns ab, ganze Frauen zu sein“. Erfrischend anders war auch ein Exkurs von Paternoster-Mitglied Lutz Albrecht in die hinteren Reihen des Theaters. Lutz ging auf eine Dame zu, die sich vermutlich nie mit Vorschlägen an die Spieler vorgewagt hätte. Er trotze der Hotelfachfrau einen „jeden-Tag-Dialog“ mit einem Arbeitskollegen ab. Daraus entstand eine lustige Geschichte, deren Verlauf das Publikum mitbestimmen durfte.

Zum Schluss gab es noch einen längeren Ausflug in die Welt des szenisch-filmischen Horrors, wobei das Publikum nicht nur das Genre bestimmte, sondern auch Regieanweisungen vorgab. An dieser Stelle fragte ich mich wirklich, warum die Mehrheit der Mitmenschen immer wieder in die Welt des Horrors eintauchen will?!

Das Wiener-Duo Libby und Benigan zeigten, dass sie wieder als Favoriten gehandelt werden. Libby überzeugte herrlich angstlos bei der Darstellung seiner Figuren. Sein Kompagnon Benignan – äußerlich oft mit „Mr. Bean“ verglichen – ließ uns eine Erinnerung an den liebervollen Tollpatsch aufkommen. Zu Recht haben sie den stärksten Applaus bekommen. Lutz Albrecht und Thomas Zug als Entsandte des Berliner Paternoster-Theaters werden sich wohl diese Woche noch steigern müssen, um durch die Gunst des Publikum mehr Punkte zu erlangen. Sie landeten auf Platz. Und die Gruppe „Wir 2“ wird wohl harmonischer agieren, wenn Martina Schütz – die wahre zweite Hälfte des Duos endlich Berlin erreicht.

Die Montag-Vorstellung war als Auftakt dieser konkurrenzreichen Woche sehr gelungen. Die herrlichen Streiche der Künstler befriedigten den Humor- und Mitmach-Bedarf des Publikums. Geeignet für jeden, dem diese Form des Theaters zusagt.

Auf der Bühne

Videos vom Improliga-Finale

von Stephan Holzapfel und Macro

Am 21.12. fand das Finale der Improliga Berlin statt. Paternoster gewann gegen Turbine William. Damit möglichst viele einen Eindruck dieser Veranstaltung bekommen können, sind hier alle Szenen zu sehen (bis auf die letzte, da war der Kamera-Akku leer).

Vielen Dank an Macro, der das Filmen übernommen hat.

Bei der Szene mit dem “ergreifenden Lied” am Höhepunkt entschied sich das Publikum für Paternoster. Beim “Quadrat” , sowie bei der “besten Entschuldigung” für Turbine. “Shakespeare” vs. “Freudentränen” gewann Paternoster, das “Ein-Wort-Lied” Turbine. “Gereimt” vs. “Synchro” wieder Paternoster.

Auf der Bühne

Improtheaterfestival Würzburg 2011: Internationale Improvisationskunst vom Allerfeinsten

Von Heike Reissig

Improtheaterfestival Würzburg 2011

Foto: Improtheaterfestival Würzburg 2011

Würzburg, 26.10.2011 – Herzlichen Glückwunsch! Das Würzburger Improtheaterfestival feiert dieses Jahr seinen 10. Geburtstag und es ist bereits in vollem Gang: Seit dem 21.10. präsentieren renommierte Improdarstellerinnen und -darsteller aus aller Welt erstmals ganze zehn Tage lang insgesamt 22 Shows auf mehr als zehn Würzburger Bühnen.

So lieferten sich am Montagabend beim Viertelfinale der 1. Internationalen Theatersport™ Meisterschaft “Der Goldene Kaktus” die gut aufgelegten Teams aus Kanada (Stephen Sim + Lee White, Crumbs) und Slowenien (Maja Dekleva Lapajne + Sonja Vilč, Kolektiv Narobov) einen sehr unterhaltsamen Kampf. Die Kanadier unterlagen knapp, was sie jedoch nicht davon abhielt, den Sloweninnen überschwänglich zu ihrem Sieg zu gratulieren und damit wahren Teamgeist zu demonstrieren.

Im Anschluss daran präsentierten Patti Stiles und Rama Nicholas (Impro Melbourne) ihre Langform-Show “Howlin”.

"Howlin": Rama Nicholas + Patti Stiles (Foto: Tilman Dominka)

Inspiriert von den Bewegungen und Verhaltensweisen verschiedener Tiere kreierten sie eine Vielfalt von menschlichen Figuren, die sich in verschiedenen Situationen begegnen. Besonders faszinierend zu beobachten war, mit welcher Experimentierfreude die Australierinnen das Spektrum tierischer Ausdrucksformen ausloteten und wie diese körper- und stimmbetonte Herangehensweise die Charaktere ihrer menschlichen Figuren beeinflusste. Auf diese Weise entstanden beeindruckende und zum Teil sehr berührende Geschichten.

"Ella meant...": Psychothriller. (Foto: H. Reissig)

Die Langform-Show “Ella meant…” von Jim Libby + Jacob Banigan (Rocket Sugar Factory) am Dienstagabend sollte im Zeichen eines ganz bestimmten Genres stehen. Das Publikum wünschte sich einen Psychothriller. In der 1. Hälfte ihrer Show forderten Jim + Jacob die Zuschauer auf, typische Elemente dieses Genres zu nennen, sammelten sie auf einer Tafel und griffen diese Publikumsvorschläge anschließend in einer unterhaltsamen Aneinanderreihung kurzweiliger Szenen wieder auf.

"Ella meant...": Jacob Banigan + Jim Libby. (Foto: H. Reissig)

In der 2. Hälfte fragten Jim + Jacob die Zuschauer, welche Szene ihnen am besten in Erinnerung geblieben war. Dann spielten sie die Szene, auf die die Zuschauer sich geeinigt hatten, noch einmal nach und improvisierten anschließend einen vollständigen Psychothriller, wobei sie die vom Publikum gewählte Szene an späterer Stelle erneut als Schlüsselmoment einbauten. Die Zuschauer erlebten live mit, wie zwei meisterhafte, äußerst wandlungsfähige Improkünstler gemeinsam einen spannungsgeladenen Blockbuster erschufen, der mit Wortwitz, Temporeichtum, raffinierten Wendungen und einem verblüffenden Ende begeisterte.

Das Improtheaterfestival Würzburg 2011 läuft noch bis Sonntag den 30.10. Auf die noch kommenden Shows darf man sehr gespannt sein. Jedem Impro-Fan sei wärmstens empfohlen, sich das hochkarätige Programm auf gar keinen Fall entgehen zu lassen! Alle Termine und weitere Infos finden sich hier.

Außerdem gibt es einen schönen Foto-Stream von Tilman Dominka.

Kunst&Handwerk

Offener Brief an alle Berliner Theatersportspieler

von Stephan Holzapfel:

Liebe Berliner Theatersportler,

bitte nehmt mir diesen Brief nicht übel, er ist kritisch und auch provokativ, ja, aber ich möchte niemanden persönlich angreifen, sondern zur Diskussion anregen. Wer meine Sicht nicht teilt, soll mir bitte gerne widersprechen.

Viele von euch sind sehr gute Improspieler. Ihr könnt mit nichts auf die Bühne gehen und das Publikum durch eure Szenen faszinieren. Ihr könnt lustig und überraschend sein, Spannung erzeugen und lösen, kleine und große Dramen spontan auf die Bretter bringen.

Warum vertraut ihr euch so wenig? Warum vertraut ihr dem Improtheater so wenig?

Warum glaubt ihr, dass ihr Fanfaren, Sensationen, Preise, Wettkampf braucht, eine vom Sport geliehene Spannung? Ist das Improtheater an sich nicht interessant genug?

Natürlich dürft ihr so viel Theatersport spielen, wie ihr möchtet. Aber bitte beschwert euch dann nicht, wenn das Improtheater wieder mal nicht richtig ernst genommen wird: “Naja, ganz lustig, aber kein richtiges Theater.” Warum sollte jemand Impro für voll nehmen, wenn ihr es selber schon nicht tut? Dieses ganze Tamtam und Drumherum, dieses Aufwärmen, Abstimmen, Bepunkten, Lauter-und-länger-Klatschen – was da allein manchmal für Zeit drauf geht! Zudem wird häufig eine Atmosphäre erzeugt, die für sensible Gemüter schwer zu ertragen ist.

Klar, viele von euch spielen auch andere Impro-Formen. Nicht zu leugnen ist allerdings, dass Theatersport das Ding der Stunde ist in Berlin. Ein Turnier jagt das nächste, und warum? Weil ihr es veranstaltet. Weil ihr mitmacht. Weil ihr es so wollt. Je mehr Theatersport aber gespielt wird, desto mehr wird das Publikum Improtheater mit Theatersport gleichsetzen, Theatersport erwarten, wenn Impro veranstaltet wird. Und dann werden alle sagen: das Publikum will es doch so.

Vielleicht sollten wir nackt spielen!

Manche argumentieren, dass Impro durch Theatersport bekannter würde und das sei doch gut so. Dann sollten wir vielleicht alle nackt spielen. Da wären wir mit einem Schlag berühmt und berüchtigt, die Massen würden strömen. Und wenn Impro dadurch so richtig bekannt ist, ziehen wir uns wieder an und sagen, eigentlich spielt man das ja bekleidet.

Mag das Beispiel auch überspitzt sein – nackt spielen hat mit gegeneinander spielen gemeinsam, dass Impro durch etwas interessant gemacht werden soll, was mit Impro eigentlich nichts zu tun hat.

Denn Impro ist das Gegenteil von Konkurrenz, es ist eine sehr komplexe Form der Kooperation. Das ist doch aufregend! Warum vertretet ihr das nicht offensiv, warum versteckt ihr das hinter einem inszenierten Wettkampf? Theatersport wurde vor Jahrzehnten für Leute erfunden, die gerne zum Wrestling gehen, einem durchinszenierten pseudo-sportlichen Krawall. Ich habe starke Zweifel, dass das noch zeitgemäß ist.

Ist Theatersport zeitgemäß?

Impro liegt sicher im Zeitgeist – alles ist unsicher, alle müssen flexibel sein, man sucht den einmaligen Moment im Strom der Massenunterhaltung, Interaktivität ist angesagt. Theatersport ist sogar Impro mit “Gefällt mir”-Button. Aber – gibt es nicht auch eine große Sehnsucht nach Authentischem, nach Ehrlichkeit, nach weniger Inszenierung? Hat nicht z.B. die Piraten-Partei auch durch ihren Willen zur Transparenz gepunktet?

Offenheit hat immer eine starke Wirkung. Auf die Bühne gehen und sagen: “Wir haben nichts in der Hand, aber wir werden nun versuchen, etwas gemeinsam zu erschaffen. Mit dem, was in uns ist, mit dem, was zwischen uns passiert und mit dem, was Sie – das Publikum – uns vorschlagen.” Kaum ein Publikum wird sich dieser Haltung verschließen.

Doch der Theatersport glaubt das nicht, stattdessen wird eine Sensations-Wettkampf-Fassade aufgebaut, hinter der der Kern von Impro – Kooperation – verschwindet. Beim Theatersport verlangt man vom Publikum sogar, gemeinsame Szenen getrennt zu bewerten! Das ist doch crazy! Wir wissen doch alle, dass man Szenen manchmal am besten unterstützt, indem man sich zurückhält. Theatersport lässt das Publikum im Unklaren, was wirklich passiert und die Spieler oft genug auch. Denn dass aus gespielter Konkurrenz echte wird, das passiert immer wieder und oft unbemerkt.

Spielst du noch oder kämpfst du schon?

Ehrlich gesagt glaube ich zwar erst Mal nicht, dass echte Konkurrenz bei der anstehenden Berliner Improliga ein Problem werden wird und die Teams verbissen um den Titel des Berliner Impromeisters kämpfen werden. Ich habe auch Verständnis dafür, dass man nicht pauschal gleich alle Gruppen zum Turnier bittet, natürlich gibt es Unterschiede, so dass vielleicht nicht alle automatisch zusammenpassen. Allerdings verstehe ich auch gut, dass sich die anderen Gruppen ausgeschlossen fühlen, vor allem weil ja das erklärte Ziel die Vernetzung der Szene ist, was schwierig ist, wenn man einen exklusiven Club eröffnet.

Es wäre alles viel leichter, wenn es nicht Theatersport wäre. Jetzt spielt jeder gegen jeden, es gibt eine Tabelle, jede Gruppe macht alles mit oder gar nichts. Wie anders wäre es gewesen, wenn die Gruppen nicht “gegeneinander” sondern miteinander spielen würden. “Foxy Freestyle trifft Paternoster.” Wieso ist das schlechter als “gegen Paternoster”? Dann könntet ihr nämlich einfach mal eine dritte Gruppe einladen und gemeinsam spielen, die Profis lassen die Amateure gut aussehen und die Amateure lernen von den Profis. Oder auch mal umgekehrt. Herausforderungen kann man sich doch trotzdem stellen, aber warum müssen diese pseudoobjektiv bepunktet werden? Ist das denn so ein Mega-Spaß fürs Publikum, dass man dafür die ganzen Nebenwirkungen in Kauf nimmt?

Es werden Spieler ausgeschlossen

Jetzt ist die Rede von einem “Qualifikationsturnier”, von “Aufstieg” und “Abstieg”. Glaubt ihr im Ernst, dass da keine echte Konkurrenz aufkommen wird? Wer will schon in der zweiten Liga spielen, natürlich werden dann Gruppen gewinnen wollen! Alle werden auffällig häufig sagen, dass es nur um den Spaß geht, aber in den Proben wird gezielt Theatersport geübt werden (auch wenn man schon Komplexeres probte), man wird sich überlegen, womit man am besten ankommt, man wird den Schiedsrichter ungerecht finden und die Zuschauer parteiisch. Man wird die Sieger beneiden, vor allem wenn sie schon wieder gewonnen haben und man selbst noch nie. Am Anfang wird der Zauber des Neuen vieles überdecken, aber wenn immer die anderen bei dem coolen nächsthöheren Turnier mitmachen dürfen, dann werden vielleicht auch die gelassenen Spieler etwas unruhig werden.

“Nicht schön gespielt, aber gewonnen!” Ist das Berlins Impro-Zukunft? Bitte tut uns das nicht an! Bringt die Szene zusammen und nicht auseinander. Improspieler sind doch keine Übermenschen, gibt’s einen tollen Preis, wollen den auch Leute haben. Und wenn es nur 20% der Spieler sind, das reicht locker für eine vergiftete Atmosphäre.

Doch selbst wenn ab sofort alle Gruppen in der Liga mitmachen dürften und der Sieger zur Strafe geteert und gefedert würde, dann würden immer noch die ausgeschlossen, die gar kein Theatersport spielen wollen. Wäre ich der einzige – geschenkt. Aber ich bin nicht der einzige. Am Ende werden auch Spieler mitmachen, die nicht so ein gutes Gefühl haben, einfach weil es ein Mega-Event ist und man nicht dauernd abseits stehen möchte. Das kann es nicht sein, wirklich nicht.

Die Theatersportturniere sollen die Szene näher zusammenbringen, das mag sein, mindestens genauso wichtig scheint mir aber der PR-Aspekt zu sein. Was keine Schande ist. PR ist legitim und notwendig. Dass ihr dabei auf Theatersport verfallen seid ist vielleicht naheliegend. Das Naheliegende zu nehmen gilt ja als Improtugend. Vielleicht war es aber auch ein Spiel auf Sicherheit, was eher als Untugend gilt. Ihr habt sozusagen die Armrede gewählt und nicht die freie Szene. Darüber kann ich nicht abschließend urteilen, ich muss kein Geld mit Impro verdienen. Aber ein bisschen fantasielos isses schon, oder?

Wir sind Berlin, wir können mehr

Mensch, Leute, wir sind Berlin, die Hauptstadt, Deutschlands Kulturmekka! Wenn uns hier schon nichts Originelleres und Moderneres als Theatersportligen einfallen, um Impro bekannt zu machen und die Szene zu vernetzen, wem denn dann?

Übrigens Armrede versus freie Szene: Theatersport kann gutes Improtheater sein, dass er es häufig nicht ist, liegt auch daran, dass man beim Theatersport auch mit schlechtem Improtheater Erfolg haben kann. Ich fand es faszinierend und tragisch zugleich, dass die Spieler von Rocket Sugar Factory am 01.10. mit einer soliden, aber keinesfalls besonderen Armrede mehr 5-Punkte-Stimmen bekamen als mit ihren teilweise sehr virtuosen freien Szenen, (die allerdings auch sehr gut bewertet wurden). Wobei dieses Phänomen aufs Improtheater generell zutrifft.

Dass Theatersporterfinder Keith Johnstone den real existierenden Theatersport scheiße findet, ist wahrscheinlich bekannt. Ein Interviewer verglich Johnstone mal mit Frankenstein, der ein Monster erschaffen habe. „Ja“, meinte Johnstone, das Ding ist völlig außer Kontrolle.“

Wem ist hier eigentlich langweilig?

Manche entwickeln eine solche Begeisterung für Theatersportligen, dass ich das Gefühl habe, sie langweilen sich mit Impro schon ein bisschen. Vielleicht sind es ja eigentlich die Spieler, die den Extra-Kick durch den Wettkampf brauchen, gar nicht so die Zuschauer? Falls dem so ist, liebe Spieler, dann auf zu neuen Impro-Horizonten! Neue Formate, neue Experimente, neue Lehrer, neue Mitspieler. Stell euch Herausforderungen, probiert euch aus, schmeißt die Spiele weg, spielt freie Szenen, was auch immer. Nur sucht die Spannung im Spiel, nicht im Wettkampf.

Eingefleischte Theatersportler werde ich mit diesem Brief wohl kaum aufhalten können. Dass der Theatersport eine große Dynamik entfalten kann, sehe ich natürlich auch. Doch ihr solltet bedenken, dass euer Theatersport eigentlich nur spielen will. Er wollte nie mehr sein als eine große Gaudi. Wenn ihr ihn zu ernst nehmt und Ligen mit ihm veranstaltet, ihn in Spielsysteme quetscht, ihn mit Tabellen traktiert und mit wahren Siegern und echten Verlieren quält, dann überfordert ihr ihn.  Vielleicht wird er dann griesgrämig und verbissen und möglicherweise sogar bissig und – beißt am Ende sogar euch.

Denkt darüber nach.

Herzliche Grüße an alle

Stephan Holzapfel

 

Auf der Bühne

Videos vom Theatersport Cup

von: Stephan Holzapfel

Logo Theatersport CupRocket Sugar Factory heißt die Siegermannschaft des Theatersport Cups. Ihr Spiel war sehr virtuos – komisch, aber nicht platt und schauspielerisch sehr variantenreich. Hier zwei besonders gelungene Geschichten aus der Show vom Samstag (01.10.11) im Mehringhoftheater. Es lohnt sich, sie bis zum Ende zu gucken.

Weitere Videos sollen folgen.

 

 

 

Auf der Bühne

IWT: Letztes Match und FINALE!

Impro Wildcard Turnier PlakatBERLIN – So, das Impro Wildcard Turnier geht in dieser Woche zu Ende. Wer also noch nicht beim Impro Wildcard Turnier war, der sollte jetzt die Chance ergreifen!

Dienstag: Die Flughunde vs. Die Unverhofften

Das letzte #iwt-Match ist ein Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die bei Ihren bisherigen Begegnungen beide knapp nur den “zweiten Platz” mit nachhause nehmen konnten. Beide Mannschaften können also entspannt in die Begegnung gehen und damit verspricht es ein spannender und interessanter Impro-Abend zu werden. Vielleicht zeigen die Unverhofften etwas von ihrer Stärke langformatige Geschichten zu erzählen. Der Abend im Theater Verlängertes Wohnzimmer, der Heimstätte der Flughunde, wird Dominik Schäfer moderiert.

Karten für den Abend gibt es unter: info@die-flughunde.de

Theater Verlängertes Wohnzimmer, Frankfurter Allee 91, Friedrichshain, 10247 Berlin

Donnerstag: Notausgang vs. Die Verstörten Wunschkinder – FINALE

Am Donnerstag (22.09.2011) fällt die Entscheidung. Zwei Mannschaften stehen im FINALE des Impro Wildcard Turniers: Die Verstörten Wunschkinder mit zwei Siegen und Notausgang, mit einem Sieg und einem Unentschieden. Aber es kann nur einen geben und so wird an diesem Abend im BühnenRausch auch bis zum bitteren Ende improvisiert. Durch den Abend führt als Unparteiischer Thomas Jäkel.

Karten im BühnenRausch unter 030/44673264 oder wir@buehnenrausch.de

Auf der Bühne

IWT: Das Wochenende der Entscheidungen?

Impro Wildcard Turnier PlakatBERLIN – Heute und Samstag geht es noch einmal richtig zur Sache. Zwei spannende Matchbegegnungen zum Impro Wildcard Turnier stehen im BühnenRausch auf dem Programm.

Freitag: Die Verstörten Wunschkinder vs. Schmetterlings

Heute (16.09.2011) Abend steht ein spannendes Match auf dem Programm. Im BühnenRausch begrüßen die die Verstörten Wunschkinder als Gäste die Mannschaft der Schmetterlings. Beide Gruppen sind im BühnenRausch beheimatet und damit kann keine der beiden den Heimvorteil wirklich nutzen. Jedoch werden die Verstörten Wunschkinder viel dafür geben, ihren errungen Sieg gegen die Unverhofften in diesem Match zu einem Vorsprung auszubauen. Als Unparteiischer wird Stephan Ziron den Abend moderieren.

Karten im BühnenRausch unter 030/44673264 oder wir@buehnenrausch.de

Samstag: Notausgang – TURBINE WILLIAM wie die Birne

Auch am Samstag (17.09.2011) wird beim Match zwischen Notausgang und Turbine William wie die Birne für wichtige Punkte improvisiert. Turbine William konnte sich bisher auch mit einem Sieg absetzen und so wird die Begegnung mit der jungen Mannschaft von Notausgang sehr spannend. Die Begegnung wird von Jörg Zander moderiert.

Karten im BühnenRausch unter 030/44673264 oder wir@buehnenrausch.de

Nach diesem Wochenende gibt es nur noch am Dienstag und zum Finale am Donnerstag die Möglichkeit, das Impro Wildcard Fieber zu spüren. Also wer bisher noch nicht bei einem Match war, sollte die Chancen nutzen!

Auf der Bühne

IWT: 4 Impro-Matches in 4 Tagen

Jetzt beginnt das dicke Wochenende! Das Impro-Wildcard-Turnier wartet in den nächsten Tagen gleich mit vier Begnungen auf. Los geht es am morgigen Donnerstag mit gleich zwei Punktspielen:

Donnerstag: Changeroos vs. Notausgang und Die Unverhofften vs. Die verstörten Wunschkinder

Ab 20 Uhr treffen am Donnerstag (08.09.2011) im Laika in Neukölln die Mannschaften von Die Unverhofften auf die Verstörten Wunschkinder. Das südlichste Match im Turnier verspricht aus verschiedenen Gründen spannend zu werden: Die Unverhofften spielen vorwiegend ihr Superheldenlangformat und treffen mit den Wunschkindern auf Routiniers, was Impro-Matches betrifft. Durch den Abend wird als Unparteiischer Thomas Jäkel führen.

Karten unter:  www.laika-neukoelln.de oder kulturkosmonauten [AT] gmail.com

Zur gleichen Zeit, aber in der nördlichsten Spielstätte des Turniers, der Brotfabrik Berlin, begrüßen die Changeroos die Mannschaft von Notausgang. Auch hier verspricht es, ein sehr spannendes Match zu werden, das von Dominik Schäfer moderiert wird.

Karten für die Brotfabrik unter Tel: 030/4714001 oder per Mail info [at] brotfabrik-berlin.de

Wir können leider nicht sagen, welches Match sehenswerter sein wird – aber wir wissen, dass man nur eines verpassen sollte!

Freitag: ImproBerlin vs. Die Flughunde

Am Freitag (09.09.2011) steht schon das nächste Match auf dem Plan: Impro Berlin lädt die Mannschaft von Die Flughunde in den BühnenRausch . Für ImproBerlin ist es das zweite Match im Turnier und nach ihrer sehr unterhaltsamen Leistung im Spiel mit Turbine William werden sie nun sicher alles geben, um ihr Publikum zu begeistern.

Karten im BühnenRausch unter 030/44673264 oder wir@buehnenrausch.de

Sonntag: Foxy Freestyle vs. Im freien Fall

Nach einer kurzen Verschnaufpause vom Impro Wildcard Turnier steht dann am Sonntag die Begegnung von Foxy Freestyle mit Im freien Fall auf dem Plan. Beide Mannschaften hatten unentschieden gegen frei.wild gespielt. Nun wird es sich zeigen, ob dieses Sonntagsspiel einen Gewinner hervor bringt oder das Publikum sich erneut nicht entscheiden kann oder will. Los geht es um 20 Uhr und durch den Abend führt Thomas Jäkel.

Karten im BühnenRausch unter 030/44673264 oder wir@buehnenrausch.de

Auf der Bühne

IWT: Herausforderung Pause - frei.wild mit Foxy Freestyle

von Stephan Holzapfel:

Impro Wildcard Turnier Plakat

BERLIN – “Wir fordern euch zu einer Szene mit der besten Pause heraus!” Diese ambitionierte Vorgabe des frei.wild-Teams illustriert das improvisatorische Niveau dieses Abends: überdurchschnittlich. Ninja Schröder und Roland Fauser von frei.wild sowie Stefanie Winny und Paul Moragiannis von Foxy Freestyle sind bestens aufgelegt und spielen mit großer Präsenz und Energie. Die Schauspieler sind sehr wach und arbeiten geschickt zusammen, zügig aber nicht hektisch werden Situationen definiert und vorangetrieben. “Da war ja einiges vorbereitet”, vermutet eine ältere Dame, die zum ersten Mal Impro sieht – das sollte als Kompliment gewertet werden. Echtes Scheitern ist an diesem Abend nicht zu sehen im gut gefüllten, wenn auch nicht ausverkauftem Grünen Salon. Wenig Zögern, keine Verlegenheitswitzchen.

Komödie – ernsthaft gespielt

Überhaupt – obwohl naturgemäß das Komödiantische dominiert, vermeiden die Akteure billige Albernheiten und spielen die Herausforderungen als freie Szenen. Eine dieser Herausforderungen verlangt, dass “Männer Frauen und Frauen Männer spielen, aber ohne in Klischees zu verfallen.” Eine andere Szene spielt “an einem Ort, den noch kein Mensch betreten hat”.

Zum Highlight des Abends werden für mich jedoch die beiden Szenen “mit der besten Pause”. Frei.wild spielt eine Nachhilfesituation, bei der eine Zwölftklässlerin nicht mehr 3+4 rechnen kann. “Eigentlich bin ich wegen etwas anderem hier”, sagt sie schließlich”, “ja, warum denn”, meint der Lehrer. Laaaaange Pause, bei der beide schweigen, aber natürlich körpersprachlich eine Menge passiert. “Ich liebe Sie!” spricht sie dann, der Lehrer reagiert unbeholfen-abweisend, darauf verlässt die Schülerin wutenbrannt den Raum mit den Worten “Drei plus vier ist sieben!” Ein super Schluss, alles ist damit gesagt, ohne dass es explizit ausgesprochen wird.

Die beiden Foxys kontern mit einem Wildwest-Duell, für die lange Pause vor den Schüssen finden die Spieler spontan ein “Spiel”: der Sheriff zieht sein Armband aus, der Bandit lockert darauf seine Krawatte. Der Sheriff schleudert seinen Gürtel weg, der Bandit tut es ihm nach. Das Publikum jubelt. Dann Schüsse, beide sterben. Bis dahin kein origineller Schluss, doch der Bandit sagt im Sterben: “eigentlich mochte ich dich immer.” Schön, denn durch die kleine Bemerkung wird rückblickend plausibel, dass Sheriff und Bandit immer gemeinsam in dreckiges Gelächter verfielen. Von den Spielern wahrscheinlich rein intuitiv als Imitationsspiel etabliert, bekommt es erst am Ende konkrete Bedeutung für die Story. Zudem bringt der Schlusssatz einen Hauch Tragik in die Geschichte, eine dunkle Marmorierung in die helle Komödie und dadurch eine gewisse Tiefe.

Das Publikum mag die Foxy-Szene lieber. Ja, sie war witziger, vielleicht sogar origineller, aber besser? Nein, nur anders gut. Zudem ließen sich die Foxys nur den Namen des Banditen geben, legten das Western-Genre selber fest und damit faktisch auch die Pause – sie vor die Schüsse des Duells zu legen ist mehr als naheliegend. Hier wurde schon etwas mehr geplant, was ich persönlich nicht schlimm finde. Hauptsache die Szene wird improvisatorisch entwickelt.

Fragwürdige Bewertungen

In den ersten Szenen ist die Bewertung des Publikums eindeutig, später wird sie quasi ununterscheidbar, zu gleichwertig sind die Gruppen, vielleicht sind die frei.wildler schauspielerisch einen Hauch besser, die Foxys dagegen etwas komischer. Bei der Beurteilung der gemeinsamen Szenen bekomme aber nicht nur ich Bauchschmerzen. „Sie haben jetzt die unangenehme Aufgabe…“ beginnt Moderator Dominik. Allerdings! Kooperierten beide Teams eben noch zur Freude des Publikums, soll dieses sich nun zum Richter aufschwingen und die einen Spieler über die anderen erheben. Mag das in anderen Fällen theoretisch möglich sein, ein ungutes Gefühl ist programmiert.

„Befremdlich“ fand die Dame, die zum ersten Mal beim Impro ist, diese Bewertungssituation, sie habe sich dann aber „auf das Spiel eingelassen.“ Wie fand sie es, dass das Publikum zum lautstarken Mitmachen animiert wurde? „Naja, ich komme ja aus Oldenburg, da haben wir eine etwas andere Mentalität.“

Theater oder Sport

Ich muss im Grunde Oldenburger sein, denn auch ich finde nicht, dass der Mensch erst durch Lautstärke zu sich kommt. Obwohl das mit diesen Spielern ohne weiteres möglich gewesen wäre, vertraut der Abend dann doch nicht allein auf die Kraft improvisierten Theaters, sondern versucht die Stimmung durch improübliche Spielereien zu pimpen. Die letzte Geschichte, von den Spielern wieder recht eindrucksvoll gestaltet, wird z.B. als Tempo-Replay wiederholt. Da rennen die vier dann hektisch und ohne Fokus fast wie die Anfänger über die Bühne. Ja, das ist Sport, Theater ist es eher nicht mehr. Ich langweile mich und hoffe, dass auch das momentan noch ekstatisch trampelnde Publikum irgendwann das Interesse an solcher Effekthascherei verlieren wird.

Um aus so einem Replay Theater zu machen, müsste man es wahrscheinlich sehr ruhig und konzentriert spielen, für die Eckpunkte der Geschichte starke Bilder finden und dabei nur noch einzelne Sätze oder Wörter sprechen. Konzentration statt Geschwindigkeit. Kunst statt Sport.

Das Match endet unentschieden. Ich aber gehe mit Gewinn nach Hause.

Auf der Bühne

IWT: 2. Punktspielrunde im Grünen Salon und Zimmer 16

Impro Wildcard Turnier Plakat

Plakat Impro Wildcard Turnier

BERLIN – Nach den ersten beiden spannenden Matches geht das Impro Wildcard Turnier nun in die nächste Runde und verspricht weiterhin Theatersport mit Biss.

Donnerstag: frei.wild vs. Foxy Fresstyle

Am Donnerstag (01.09.2011) um 20 Uhr treten frei.wild gegen Foxy Freestyle im Grünen Salon in den Ring und improviseren um die Gunst des Publikums. Die gastgebenden Spieler und Spielerinnen von frei.wild treffen dabei nicht das erste Mal auf Foxy Freestyle, womit die Begegnung im Vorfeld sehr viel Spielfreude verspricht. Als Unparteiischer wird  Dominik Schäfer den Abend moderieren.

Karten für dieses Match gibt es direkt bei frei.wild: Link zur Kontaktseite.

Freitag: Im freien Fall vs. frei.wild

Schon am Freitag (02.09.2011) heißt es für frei.wild ein zweites Mal, auf der Bühne um Punkte improvisieren. Diesmal aber als Gäste vom Im freien Fall, die sie im Zimmer 16 in Pankow willkommen heißen. Das kleine Zimmertheater bietet dabei eine intensive Atmosphäre. Ob die eingespielte Mannschaft von frei.wild oder die ausgeruhte von Im freien Fall dabei das Publikum mehr begeistern kann, wird die spannende Frage sein. Als unparteiischer Moderator wird Thomas Jäkel das Match leiten.

Karten für die Begegnung gibt es per Mail unter zimmer16@gmail.com oder telefonisch unter 030/480 968 00.

Alle Begegnungen und Mannschaften des Impro Wildcard Turniers unter: impro-news.de/iwt.