Beobachte einmal Menschen beim Flirten. Du wirst bemerken, dass ihre Füße dabei genauso ausdrucksvoll sind wie alle anderen Teile ihres Körpers. Bittest du sie aber, auf der Bühne zu flirten, so wird dabei wahrscheinlich kein bisschen Gefühl in ihre Füße gehen. — Keith Johnstone
Du magst Improtheater und schreibst gern? Du spielst in einer Improgruppe und möchtest gern mehr über die Szene erfahren? Du hast journalistische Ambitionen und würdest gern Kritiken schreiben? Dann kannst Du gern bei Impro-News.de mitmachen! Unsere E-Mail-Adresse findest Du unter: Kontakt.
BERLIN: Wir haben uns das Programm des heute startenden Kunst- und Kulturfestival 48 Stunden Neukölln angesehen und nachgeforscht, bei welchen der 550 Veranstaltungen improvisiert wird. Folgende Ergebnisse hat unsere Untersuchung erbracht:
Freitag, 17.06.2011:
19:00 — 22:00 Uhr: Luxus – LUX us – unser Licht – lichtes, strahlendes Neukölln!
Eine Installation zum Themenschwerpunkt „Luxus Neukölln“ fordert das Publikum zum Hinterlassen eines Statements auf, aus denen Performer Theater-Sequenzen improvisieren.
Ort: Integrale Medizin e.V. – Pionierfeld imTempelhof-Park, Columbiadamm 110, Nebeneingang Columbiadamm
19:30 — 22:00 Uhr: IMPROGELIEN – Teufelspack und Engelszungen – oder die Frage nach dem Warum?
In 6 mal 20 Minuten werden alle WARUM-Fragen des Publikums vom Theater ohne Probe mittels improvisierter Szenen beantwortet, dazwischen gibt es improvisierte Musik an Flügel und Schlagzeug. Mehr Infos…
Ort: Martin-Luther-Kirche, Fuldastr. 50 12045 Berlin
19:30 — 22:30 Uhr: Luxus-Lokus-Pokus – Teil 1 – Interview
Das Theater Vielfalt entwickelt aus Interviews (Teil 1) improvisierte Theaterszenen (Teil 2), die man sich dann auf stillem Örtchen über Kopfhörer anhören kann (Teil 3). Mehr Infos…
19:30 — 22:00 Uhr:
Playback-Theater: MOMENTO
MOMENTO spielt, was die Besucher aus dem Publikum erzählen: persönliche Geschichten, erlebte Momente, Erinnerungen und Eindrücke. Mehr Infos…
Ort: Vereinigung für Jugendhilfe Berlin e.V., Grenzallee 53
21:30 — 22:00 Uhr:
Silent Autoportrait 178×30 – Etoile Chaville
Die Künstlerin Etoile Chaville gönnt sich den Luxus der Spontanität und improvisiert mit Bewegung, Stimme und Textmaterial.
Ort: Saloon Su De Coucou Weserstr. 202
Samstag, 18.06.2011:
13:00 — 16:00 Uhr: Luxus-Lokus-Pokus – Teil 2 – Theaterworkshop
Das Theater Vielfalt entwickelt aus Interviews (Teil 1) improvisierte Theaterszenen (Teil 2), die man sich dann auf stillem Örtchen über Kopfhörer anhören kann (Teil 3). Mehr Infos…
16:00 — 16:45 & 18:00 — 18:45 Uhr: Mission Impossible! – Improvisationstheater von Kids aus dem Rütlikiez
Frech, unverblümt und 100% Rütlikiez spielen die Kidz unter der theaterpädagogischen Anleitung von Daniel Unsöld (Jugendklub Manege) Stories rund um das Thema Geld, Luxus und Träume – wobei das Publikum bestimmt, wo es lang geht. Mehr Infos…
Ort: Kleingartenanlage Hand in Hand Rütlistr. 8
19:00 — 22:00 Uhr: Luxus-Lokus-Pokus – Teil 3 – Hörgenuss
Das Theater Vielfalt entwickelt aus Interviews (Teil 1) improvisierte Theaterszenen (Teil 2), die man sich dann auf stillem Örtchen über Kopfhörer anhören kann (Teil 3). Mehr Infos…
20:00 — 22:00 Uhr: Impro – Das Musical
Hauptstadt-Impro improvisiert ein abendfüllendes Musical, dessen Verlauf durch die Vorgaben des Publikums gelenkt wird, hier ist jeder Abend eine Premiere. Mehr Infos…
Ort: WerkStadt Emser Str. 124, Ecke Ilsestr.
22:00 — 24:00 Uhr: Improvisiertes Theaterstück zum Thema Luxus
DIE IMPROVISIONÄRE versprechen Improvisationstheater mit Stil und musikalischer Untermalung das jedes Publikum mitreißt, also nichts weniger als Unterhaltung mit Stil und Witz auf höchstem Niveau. Mehr Infos…
Impro-News.de veranstaltete am vergangenen Sonntag die 1. Berliner IMPRO Open-Air-Stage und wir von Impro-News.de sprachen mit Marco von Impro-News.de über diese außergewöhnliche Open Stage.
Impro-News: Hallo Marco, wie ist die Veranstaltung am Sonntag gelaufen?
Marco: Das Wetter war natürlich perfekt beim 1. Berliner IMPRO Open-Air-Stage, bei dem wir am letzten Sonntag die Bühne in der Parkaue Lichtenberg kurzerhand in ein Open-Air-Theater verwandelt haben. Wir waren uns bis kurz vor der Veranstaltung nicht sicher, ob wir vielleicht nur mit 3-4 Leuten dastehen würden; ich hatte extra eine Kiste Bier besorgt, damit wir uns notfalls anders beschäftigen können… Aber dann kamen insgesamt 16 ImprospielerInnen aus gefühlten 10 verschiedenen Berliner Improgruppen. In den 3 Stunden, die wir nur mit einer kleinen Pause gespielt haben, hatten wir über 50 Zuschauer, viele darunter “Laufpublikum” aus dem Park.
Impro-News: Wie kam es zu der Idee zum Open-Air-Stage?
Marco: Angefangen hat alles mit dem Impro-News.de Artikel “Probenraum zu heiß – geht doch mal raus!”, den ich im Juni geschrieben hatte, nachdem wir mit unser Gruppe vor der Probenraum-Hitze in den Schlosspark Charlottenburg geflüchtet waren. Dabei war es sehr lustig, dass ständig Leute stehen blieben und interessiert zuschauten. Danach habe ich bei einem Crumbs-Auftritt mal geäußert, dass man daraus ja eine gruppenübergreifende Aktion machen könnte. Dan Richter hat sich dann spontan angeboten, die Moderation zu übernehmen und dadurch den entscheidenden Impuls gegeben. Also eine standesgemäß Angebot-Akzeptieren Situation!
Impro-News: Wie wurde auf der Open-Air-Stage improvisiert?
Marco: An dieser Stelle erst mal ein ganz großes Dankeschön an Dan Richter, der uns einen schönen Mix aus unterschiedlichen Impro-Spielen und längeren Szenen moderierte. Wer wollte, durfte auf die Bühne. Wie beim Impro üblich gab es dabei viele High- und einige Lowlights (die Tierszene, die wir extra für eine Gruppe von stehen gebliebenen Kindern spielten, hätte vielleicht nicht unbedingt in ein Schlachtfest ausufern müssen ), und alle kamen glaube ich auf ihre Kosten. Vielleicht mit Ausnahme des Musikers, der sich den technischen und akkustischen Realitäten beugen musste… Da müssen wir uns wohl noch eine bessere technische Lösung einfallen lassen.
Impro-News: Wird es weitere Open Stages geben, noch in diesem Jahr?
Marco: Die Stimmung war jedenfalls toll und es war schön, mal neue Gesichter der Berliner Impro-Szene kennenzulernen. Das Feedback, das wir bekommen haben, war durchweg positiv (Kommentare hier sind natürlich auch willkommen…), so dass wir uns ermutigt sehen, dem 1. Berliner IMPRO Open-Air-Stage auch einen 2. folgen zu lassen. Das wird aber trotz Klimawandel aus temperaturtechnischen Gründen vermutlich erst im nächsten Frühjahr sein.
Ich würde dazu auch gerne mal an einen Ort gehen, wo noch mehr Publikumsverkehr ist. Allerdings ist ein Problem, dass der Geräuschpegel durch Straße oder andere Veranstaltungen nicht zu groß sein darf. Mal sehen. Alles wird sich finden.
Ich würde mich übrigens freuen, wenn sich noch jemand findet, der solche Aktionen gerne mit organisieren & durchführen würde. Wir sind ja bei Impro-News.de immer offen für Mitstreiter.
Obwohl wir am letzten Wochenende ja etwas Pech mit dem Wetter hatten (wer es nicht mitbekommen haben sollte, wir mussten den Termin wegen Regen kurzfristig absagen), lassen wir uns nicht entmutigen und haben als Ersatztermin jetzt ein garantiert sonnigen Sonntag nachmittag ausgewählt:
Sonntag, 12.09.2010, 14.00-17.00h
Alles andere bleibt gleich: Absolut kostenlos, improvisiert und jeder kann mitspielen! Alle weiteren Infos auf unserer Open-Air-Stage Seite.
Folgenden Bericht bekamen wir von Axel Bungert der Spieler bei „Die Taubenhaucher“ aus Köln ist. Vielleicht findet sich ja auch eine Berlin-Brandenburger Impro-Gruppe, die hier einen entsprechenden Versuch startet will:
Die uniformierte Frau an der Pforte schaute streng: „Handys und Personalausweise in die Schublade, bitte!“ Dann schleuste sie uns durch drei Türen. Die nächste ging immer erst dann auf, wenn die letzte zu war. Und dann waren wir drin – im Knast. Zu diesem Auftritt konnten wir keine Freunde einladen, keine Karten verkaufen. Was für ein Publikum würde uns im Frauenknast wohl erwarten?
Alles fing an mit einer Anfrage des Kunst- und Literaturvereins für Gefangene, der den Auftritt unter dem Motto „Kultur hinter Mauern“ organisierte. Der Verein sorgt bei den Gefangenen mit Büchern und Veranstaltungen für Abwechslung. So wie alle Künstler verzichteten auch wir auf eine Gage.
Dann ist es soweit – die Show startet. Unruhe im Publikum. „Man sieht den Frauen nicht an, ob sie Handtaschendiebinnen oder Mörderinnen sind,“ wurde uns kurz zuvor gesagt. Die Anmoderation fällt schwer, wird gestört. Dann die erste Szene – plötzlich ist gespannte Stille. Erste Lacher. Und dann: spontaner Szenenapplaus! Und nicht einfach nur Applaus. Röhren. Jubeln. Gelächter. Euphorie. So schnell hatten wir noch kein Publikum gepackt! Und die Energie bleibt oben. Immer wieder erschallt innerhalb der Szenen begeisterter Applaus, und das Jailhouse rockt!
Als Vorgaben für unsere Szenen bekommen wir „Küchendienst“ als alltägliche Handlung, der „armlose“ Erfinder hatte natürlich eine Maschine erfunden, die Löcher in die Mauer zaubert, und als Beziehung gibt man uns „Knacki und Grüner“. Die Euphorie überträgt sich auf uns: Keine Szene lahmt, die Ideen sprudeln hin und her. Noch bevor wir uns nach der letzten Szene verbeugen können, erschallen ohrenbetäubende „Zugabe!“-Rufe. Ein dankbareres Publikum habe ich noch nicht erlebt. Mit strahlenden Gesichtern werden wir wieder durch die Türen geschleust.
Wer selbst einmal im Gefängnis auftreten möchte, kann sich gerne an Herrn Neumicke vom Kunst- und Literaturverein für Gefangene unter bernd_neumicke@t-online.de wenden. Derzeit vermittelt er Auftritte in NRW und Hannover.
Die Gorillas zeigen nächste Woche im Ratibor ihr spannendes Projekt Philtre! Philtre ist ein soziokulturelles Theaterprojekt, das an 4 europäischen Orten stattfindet. 16 Künstler aus 4 Nationen erkunden dabei ein Stadtquartier, lernen Bewohner kennen, beobachten, nehmen das Lebensgefühl wahr. Daraus entwickeln sie einen improvisierten Theaterabend, der zuerst speziell für die Bewohner des Quartiers aufgeführt wird.
Eine zweite Aufführung findet am 5. Juni im Ratibortheater statt und erst die ist für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich. Hierfür verlosen die Gorillas, wie sie über Facebook bekannt gegeben haben, Freikarten für die Show. Dazu muss folgende Frage beantwortet werden: Wieviele Grundschulen gibt’s in Marzahn? Die Antwort muss bis morgen 28.05.2010 16:00 Uhr an folgende Adresse gesendet werden: info[ät]die-gorillas.de (bitte das [ät] durch ein @ ersetzen).
Stephen Sim hat seine Impressionen von den Auftritten der Crumbs während der IMPRO 2010 in Berlin in seinem Blog zusammengefasst. Es ist spannend, mal die eine oder andere Show, die man gesehen hat, aus dem Blickwinkel der Spieler beschrieben zu bekommen. Dabei geht Steve auch auf Shows ein, über die wir hier auf Impro-News Berichte hatten:
Außerdem hat Stephen noch ein kurzes Video aus der Dienstags-Show auf YouTube gestellt. Nach eigenen Angaben von ihm selber mit dem Labtop aufgenommen und bearbeitet!
Für viele deutsche Fans sind sie seit Jahren der Inbegriff des “anderen” Improtheaters, abseits von Improspielen und auf den kurzen Gag hin gespielter Comedy: die Crumbs aus Winnipeg/Kanada. Im Rahmen der IMPRO 2010 gaben sie eines ihrer regelmäßigen Gastspiele im English Theater Berlin in Berlin-Kreuzberg. Für alle, die dieses Duo schon kennen und lieben: Es war eine typische Crumbs-Show, souverän und risikoreich gespielt von Lee und Steve, mit Musik aus dem Computer untermalt von DJ Hunnicutt. Neu war jedoch, dass DJ Hunnicutt zusätzlich zum Sound auch zur Szene passende Standbilder und Videos auf einen weißen Bühnenhintergrund zauberte. Dazu unten mehr.
Für alle, die die Crumbs noch nie live gesehen haben und die englische Sprache – in der die Shows stattfinden – halbwegs gut verstehen: unbedingt bei nächster Gelegenheit nachholen! Sie setzen mit ihrem Spiel den Maßstab für intelligentes und intensives Improtheater. Typischerweise spielen sie eine Langform im Stile eines wilden Harolds, der ähnlich wie ein Episodenfilm im Kino aufgebaut ist: Zunächst werden 2-4 Grundgeschichten mit unterschiedlichen Charakteren auf Basis von Publikumsvorgaben etabliert. Diese Geschichten werden dann im Wechsel weitergespielt. Manchmal verbinden sich zwei dieser Geschichten zu einem gemeinsamen Handlungsstrang, manchmal wird eine Geschichte gar nicht weitererzählt. Am Ende des Abends sind jedoch auf magische Weise sämtliche offenen Enden der einzelnen Geschichten zusammen geflochten, alle eingeführten Personen und Gegenstände haben ihren Sinn erhalten und man geht mit einer oder mehreren einzigartigen Geschichten nach Hause.
Foto: Stephan Holzapfel
Bei der Show am Montag waren die Publikumsvorgaben: ein Beruf – Bestatter; ein nicht-geografischer Ort – Brücke. Hieraus entwickelten sich zunächst 3 Geschichten: Ein Leichen-Bestatter, der einen jungen Lehrling in den Berufsalltag und den Umgang mit Leichen einführt. Ein altes Ehepaar – Mr. und Mrs. Havisham -, das auf viele gemeinsame glückliche Jahre zurückblickt und sich Gedanken darüber macht, was wohl geschieht, wenn einer von beiden stirbt. Ein Vater einer Flussmenschen-Siedlung, der seinem Sohn die uralte Bestimmung der männlichen Nachkommen der Gründer des Dorfes offenbart: Den großen Fluss zu überqueren oder beim Versuch zu sterben. Die Crumbs nehmen sich für die Einführung in die Geschichten sehr viel Zeit.
Geschichten 1 und 2 fließen zusammen, als Mrs. Havisham am Frühstückstisch stirb (herrlich leise und zart gespielt, wie der überlebende Mann den Tod seiner Frau bemerkt!) und der Bestatter aus Geschichte 1 die Begräbnisangelegenheiten übernimmt. Da Mr. Havisham nicht über genügend Geld für ein angemessenes Begräbnis verfügt, spricht er den bereits im Gespräch mit seiner Frau eingeführten Verehrer seiner Frau (der Nachbar aus dem 13. Stock – eine klasse schräge Figur mit schiefem Blick und unkoordinierten Bewegungen) an, der über eine Briefmarkensammlung mit einer wertvollen Marke verfügt. Hierbei lernt er jedoch die vermögende Schwester des ehemaligen Verehrers kennen, die sich in ihn verliebt und das Geld in Form eines Schecks bereitstellt. Seine tote Frau verwickelt derweil als Leiche den Lehrling des Bestatters, der zum Zwecke der Abhärtung von seinem Meister die Nacht über im Leichenschauhaus eingeschlossen wurde, in ein erotisches Zwiegespräch. Hieraus ergibt sich eine lustige Party, bei der alle Beteiligten viel Spass haben und der Lehrling seine Abneigung gegen Leichen überwindet und die Liebe für den Beruf entdeckt. Das ist auch gut so, denn der Meister, der bislang nach außen den Berufsethos hoch gehalten hat, trägt sich schon länger mit dem Gedanken, sein Geschäft aufzugeben und übergibt dies nun seinem ehemaligen Lehrling, um sich selber in die weite Welt zu verabschieden.
Geschichte 3 ist da etwas sperriger. Sehr lange (zu lange?) streckt sich der innere Kampf des Vaters um den bevorstehenden Versuch zur Flussüberquerung. Mit einem gewagten Sprung von einem über den Fluss gewachsenen Baum glaubt er den Fluss überwinden zu können und damit die seit Generationen auf der Familie lastende Aufgabe zu erfüllen. Der Sohn versucht ihn abzuhalten; der Fluss versucht ihn zu locken, wie er auch schon alle seine Vorfahren gelockt hat. Am Ende springt er in sein Verderben, ohne je die Glück verheißende andere Seite des Flussufers erblickt zu haben. Mutter und Sohn bleiben verzweifelt zurück. Hier wird es vermutlich ein Geheimnis der Crumbs bleiben, warum der Sohn, der offensichtlich intelligenter ist als sein Vater, jetzt nicht endlich die 2. Vorgabe des Publikums einlöst und den Brückenbau erfindet, um sicher den Fluss zu überqueren (und dort angekommen vielleicht Lehrling eines Leichenbestatters wird…). Statt dessen wandert er flussaufwärts, findet die Quelle, überschreitet den Fluss an seiner dünnsten Stelle, nur um herauszufinden, dass es auf der anderen Seite des Flusses genauso aussieht wie auf der seines Dorfes.
Foto: Stephan Holzapfel
Alles in allem ein Abend mit düsteren Themen und mehreren Toten. Hier werden jedoch auch die Stärken der Crumbs deutlich sichtbar: Sie nehmen ihre Figuren ernst; leiden, hoffen und lieben mit ihnen. Geradezu unerträglich intensiv der Schmerz des Mannes, der seine friedlich auf dem Küchenstuhl gestorbene Frau liebevoll von hinten hält und das vorher im Gespräch aufgebaute Szenario jetzt live durchlebt. Dazu die Liebe der Crumbs zum Detail: kaum ein noch so klein eingeführter Umstand geht verloren, fast alles spielt später noch einmal eine Rolle. Dieser bekannte Umstand führt dazu, dass sich die Zuschauer nach der Show den Spass machen, trotz aller Perfektion kleine Fehler zu finden (Ergebnis dieses Mal: z.B. wurde der Schlüssel beim Öffnen der Tür in dieselbe Richtung gedreht wie beim Verschließen).
Ein Geheimnis der Crumbs liegt meiner Meinung nach in ihren intensiven, gerade im Gegensatz zu anderen Improgruppen eher langsamen Dialogen, während der sie allerdings durch ihren innigen Bezug zu den Figuren ständig eine große Spannung halten. Dadurch wird das Spiel intensiv, Akzente werden klar gesetzt. Dazu kommt eine große Ruhe, etwas einmal Etabliertes durch weitere Erwähnung groß und immer größer zu machen. So geht keine Information verloren, sondern wird fest in der Geschichte verankert. Aufgelockert wird dies zwischendurch immer wieder auch durch (verbal) schnelle Szenen, bei denen sich beide Spieler die Sätze nur so um die Ohren zu hauen scheinen; hier wird deutlich, dass beide schon seit mehr als 10 Jahren ein Team auf der Bühne sind. Kleine während des Spiels gefundene Running Gags, wie z.B. der Vater, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit gewollt unglaubwürdig versichert, dass bei Zeugung und Geburt des Sohnes alles “ordentlich und mit rechten Dingen” (“after the book”) zugegangen sei, sorgen trotz ernsthaften Spiel immer wieder für Lacher im Publikum.
Foto: Stephan Holzapfel
Als etwas unnötig und teilweise sogar störend habe ich die Hintergrundbilder und -videos empfunden. Da wo sie halbwegs passten (z.B. die Küche von Mr. und Mrs. Havisham oder der Leichensaal), lieferten sie meines Erachtens keinen großen Mehrwert, da die Crumbs mit ihrem Spiel keinen Zweifel ließen, an welchem Ort man sich gerade befand. Wenn die Bilder mal nicht so ganz passten (z.B. Video eines Strandes mit Palmen zur Fluss-Szene) irritierte das Ganze mehr, als dass es Atmosphäre schaffte. In keinem Fall hatte ich den Eindruck, dass die Spieler von der Kulisse inspiriert wurden. Ich bin gespannt, ob sich die Crumbs hier noch weiterentwickeln. Interessant in diesem Zusammenhang könnte ein bereits geplanter Auftritt der Crumbs in dem von dem Berliner Duo Zwiebelfisch entwickelten Format Improjektionwerden: Bei Improjektion werden während der Szene gezeichnete Kulissen und Gegenstände auf den Bühnenhintergrund projeziert (siehe auch die Rezension zu Improjektion auf Impro-News). Der Zeichner kann dadurch als eine Art zusätzlicher Spieler eigene Impuls für die Szene setzen. Improjektion mit den Crumbs und Zwiebelfisch gibt es am 12. Mai 2010 im Studio 70 in Berlin zu sehen (weitere Infos).
Am Freitag 2. April 2010 gibt es zum dritten Mal in Berlin das ImproBenefitzFestival AuJa zu gunsten autistischer Kinder. Impro-News.de sprach mit dem Iniziator Deniz Döhler.
IN: Das ImproBenifizFestival ist ja eine ganz persönliches Projekt von dir, wie kam es zu der Idee?
Deniz Döhler mit seinem Sohn Luka
Deniz Döhler: Ich selbst bin Vater eines autistischen Kindes. Bei meinem Sohn Luka (mittlerweile 5 Jahre alt) zeigte sich der Autismus so, dass er Z.B. nichts in den Mund nahm, und man konnte ihn nicht im Gesicht berühren.
Er spielte nicht wie andere Kinder, sondern ließ in stereotyper Art und Weise Objekte wie z.B. eine Schüssel stundenlang kreiseln. Noch mit 19 Monaten hatte er keinen Zugang zu Sprache (er verstand nichts, geschweige denn konnte er reden), er zeigte nicht auf Gegenstände, um etwas zu bekommen, sein Blickkontakt war unvollständig, er hatte kein Gefühl für
Gefahr. Als er 22 Monate alt war, bekam er die Diagnose „frühkindlichen autismus“, erst Mal als dringenden Verdacht, später dann vollständig.
Dann kam die Wende: Wir hörten von einem in Deutschland noch recht unbekannten Autismus-Programm aus den USA. Dieses wurde in den 70er-Jahren von Eltern für ihr damals autistisches Kind entwickelt. 3 Jahre lang arbeiteten sie intensiv mit ihrem Sohn, und im Laufe dieser Zeit verlor er seine autistischen Merkmale komplett. Dieses Kind, das im Rahmen seiner Diagnose mit einem IQ von unter 30 eingestuft wurde, dessen Eltern man anriet, „diesen hoffnungslosen Fall am besten in eine Institution einzuliefern“, besuchte im Erwachsenenalter eine Eliteuniversität und leitet heute das Autism Treatment Center of America.
Inzwischen wird Son-Rise® weltweit bei Kindern und Erwachsenen mit Autismus eingesetzt, zum Teil mit großen Erfolgen. Für uns war klar: Wir wollten unserem Kind auf der Basis der Son-Rise®-Prinzipien helfen, und so flog meine Frau Christiane im Januar 2007 zur ersten Fortbildungswoche für Eltern. Als sie von dort zurück kam sagte sie zu mir: Deniz, was die da machen ist 1 zu 1 Improtheater. Es geht immer um das Au Ja zum Kind. Und nach einiger Zeit wurde uns klar, wir müssen das mit ImprospielerInnen als Helfer machen.
Im Improtheater steht am Anfang auch immer ein „Au-ja“ – eine Akzeptanz der eigenen Ideen und denen des Spielpartners. Erst im zweiten Schritt kommt ein „Ja-und“ hinzu: Ich akzeptiere nicht nur die Ideen meines Mitspielers, sondern füge ihnen meine eigenen hinzu. Wie im Improtheater, so auch im Son-Rise® Programm. Hier steht am Anfang immer das „Au-ja“ zum Autismus des Kindes. Das Kind schaukelt z.B. stundenlang hin und her. Wir tun das dann auch, mit dem Kind gemeinsam. Akzeptierend, wertfrei und vom ganzen Herzen in einem extra fürs Kind angelegten „Ja-Raum“ bei sich zu Hause.
Zuerst zeigt uns das Kind den Weg in seine autistische Welt hinein (Au-ja), im 2. Schritt zeigen wir ihm den Weg hinaus in unsere Welt. (Ja-und). Die Brücke zwischen beiden Welten ist Liebe und Akzeptanz, ein Weg vieler kleiner Schritte, den wir mit Energie, Begeisterungsfähigkeit und Enthusiasmus (drei weiteren Grundprinzipien des Improtheaters) gemeinsam mit dem Kind gehen.
Nach über 12 Monaten Programm nach der Son-Rise®-Methode mit 10 ImprospielerInnen aus unseren Kursen und Workshopgruppen, von denen jeder durchschnittlich 4-6 Stunden pro Woche ehrenamtlich mit Luka im Rahmen des Programms bei uns zu Hause mithalf, hatte Luka dann:
- einen sehr guten Blickkontakt,
- er hatte das Kauen gelernt,
- er isst und trinkt selbstständig alles, was wir auch zu uns nehmen,
- putzte sich die Zähne und
- er begann, aufs Töpfchen zu gehen.
- Seine Körpergröße und sein Gewicht waren seit mehreren Monaten wieder altersgerecht.
Aber das Schönste war, dass unsere Kinderärztin seine Sprachentwicklung als altersgemäß eingestuft hat.
Unsere Kinderärztin und alle Helfer vom Jugendamt waren sich einig, dass das Programm für Luka ein Riesenerfolg ist und dass es weitergehen musste wie bisher. Leider wird dasProgramm bislang nicht von der Krankenkasse finanziert, da es als Therapie in Deutschland weder wissenschaftlich anerkannt ist, noch es in Deutschland ausgebildete Son-Rise®-Therapeuten gibt.
Bis dahin flog meine Frau regelmäßig in die USA zu Fortbildungen auf eigene Kosten und unsere finanziellen Reserven waren langsam aufgebraucht. Da kam mir die Idee eines Spendenbriefes an all meine Kollegen und Kursteilnehmer. Dieser Schritt verlangte von mir große Überwindung, aber ich wollte einfach das Beste für meinen Sohn und meine Familie. Und der Erfolg sprach für sich. Die Resonanz war so überwältigend positiv und eines Nachts wachte ich mit dieser Vision eines ImproBenefizFestivals auf, um nicht nur Luka, sondern auch anderen Kindern mit Autismus helfen zu können. Mit Der Hilfe von Mandy John von der Agentur systemcrash, Karin Mietke vom BühenRausch und den Improspielern Martin Schlicht und Fabian Böckhoff schickten wir die Geschichte meines Sohnes per Mail an alle Improgruppen der Welt. Mit dem Resultat dass über 54 Improgruppen international Benefiz Shows spielten oder Workshops gaben. Der Erlös wurde dem gemeinnützigen Verein Artists Meet Autism e.V., gespendet, den wir extra dafür ins Leben gerufen hatten. Mit Hilfe des Vereins konnten wir dann nicht nur Lukas Programm für 2 Jahre 100% absichern, sondern auch noch eine Familie in Hamburg und Dortmund finanziell und mit Know How bei ihrem Son-Rise Programm unterstützen. Und noch diesen Sommer kommt ein weiteres Kind in Berlin hinzu.
IN: Wer beteiligt sich am diesjährigen Festival? Sind dies alles Freunde oder reicht der Kreis weiter?
Deniz Döhler: In diesem Jahr sind es vor allem Mitglieder aus Improgruppen, die mit uns im Alltag, also durch das Luka Programm stark verbunden sind, wie z.B. Steffie Winny von Foxy Freestyle, die seit knapp einem Jahr SpielerIn mit Luka im Programm ist. Oder Impro-Gruppen , die ich als Impro-Trainer gerade coache, wie Das Improtheater der Generationen oder in der Vergangenheit gecoacht habe, z.B die Unverhofften, Peperonis, Paternoster etc., aus den Zwischenzeitlich auch immer Mal wieder welche mit Luka im Programm gespielt hatten.
IN: Was wird es auf dem diesjährigen Festival zu sehen und zu hören geben?
Deniz Döhler: Es gibt eine klassiche Impro-Show mit dem Improtheater der Generationen, ein interkulturelles Jugendtheaterstück entstanden aus modellierter Improvisation und die Unverhofften spielen ihre Improlangform Superheroes – nie waren Helden nötiger. Musikalisch begleitet von Gunar Seitz an der Gitarre und Sigrun Paschke am E-Piano. Die Improspielerin und Autorin Linda Poloyni und ich schreiben seit einem Jahr an einem Buch über Luka, sein Programm und die Verbindung zum Improtheater. Und wir werden ein Kapitel daraus vorlesen. Seit dem 1. ImproBenefizFestival Au Ja! im Jahre 2008 begleitet uns der Filmemacher Ulli Jossner und er wird eine Kostprobe aus seinem Dokumentarfilm mit dem Titel “Au Ja- Leben mit autistischem Kind” zeigen. In den Pausen gibt es eine Benefiz Büffet, eine Tombula Verlosung, bei der man Freikarten für Shows von Foxy Freestyle, Paternoster, den Perperonis, den Unverhofften, Improkurse und Workshops gewinnen kann.
IN: Das Festival findet dieses Jahr an einem andern Ort statt, warum?
Denzi Döhler: Im 1. Jahr hatten wir das große Glück, mit Mandy John und ihrer Agentur Sytemcrash, dem Büro von Paternoster, als auch durch die Improspieler Fabian Böckhoff und Martin Schlicht ein Team gehabt zu haben, das sich rund um die Uhr ehrenamtlich mehrere Monate um die Organisation des Festivals gekümmert hatte. Für 2009 hatten wir niemanden mehr ehrenamtlich hierfür gewinnen können, obwohl der allgemeine Zuspruch nach wie vor positiv war, also übernahm ich alleine die Organisation. Für dieses Festival 2010 nahm ich mir vor, es nur so anzugehen, wie ich es auch energetisch leisten und mit Freude und Leichtigkeit organisieren konnte. Nur ein Ort und die oben aufgeführten Gruppen konnte ich logistisch und organisatorisch gut tragen, ohne dass mein Familienleben oder das Pogramm von Luka darunter zu leiden hatten.
Für 2011 würden wir natürlich wieder was Internationales in mehreren Städten gleichzeitig machen wollen. Aus Erfahrung weiß ich aber nun jetzt, dass das ein Vollzeitjob werden kann. Wenn sich also eine Agentur oder Gruppe angesprochen fühlt und bei die Organisation 2011 ehrenamtlich mit helfen möchte, dann nehme man doch bitte mit mir Kontakt auf.
IN: Wird Luka vor Ort sein oder ist es zuviel Trubel für ihn?
Denzi Döhler: Im letztem Jahr war er mit dabei, weil er wollte. Krönendes Moment: der 4-jährige Luka betritt unter tosendem Applaus des Publikums zusammen mit einem Dutzend seiner ehrenamtlichen HelferInnen die Bühne. Er strahlt, lächelt in die Menge und stiehlt allen die Show mit den Sätzen: „Papa hat ein Mikrofon in der Hand, Papa soll mal weiter arbeiten!“. 2 Jahre Kind-zentriertes Autismusprogramm nach der Son-Rise-Methode® hatten dies möglich gemacht. Ich habe ihn erst vorhin gefragt, ob er wieder kommen möchte und er hat Ja gesagt. Auf die Frage, warum? Ich möchte Maxi wieder sehen. Maxi ist auch Improspielerin und war letzes Jahr sowohl im Programm als auch auf der Bühne mit dabei. Das Tolle an seiner Antwort für mich: Seine Motivation da hinzugehen ist nicht wie noch vor ein paar Jahren, weil es dort ein Diskokugel gibt und die sich dreht und glitzert (was auch O.K. wäre, keine Wertung , sondern auch ein Au Ja hierfür), sondern weil es dort einen Menschen gibt, mit dem er eine Beziehung aufgebaut hat, den er wieder sehen und mit dem er spielen möchte.
Für Autisten ist das das Hauptproblem: Die sozialen Fähigkeiten, insbesondere Freundschaften ein zu gehen, aufzubauen, zu erhalten und zu pflegen. Für mich ist das der Wahnsinn, dass er nun die Menschen seinen stereotypen Verhaltenswiesen oder seinen Objekten vorzieht. Das war und ist Ziel des Programms von Anfang an gewesen. Ob man das auch kriegt ist eine andere Sache. Die Freude liegt im Versuchen.
IN: Wie kann man das Projekt unterstützen?
Denzi Döhler: Das persönlichste Geschenk wäre es als ehrenamtlicher Helfer für Luka oder einem anderen Kind mit Autismus im Programm zu spielen. Speziell für Luka suchen wir auch gerade Eltern mit Kindern in Lukas Alter – er ist jetzt fünf Jahre alt – , die 1-2 Mal die Woche mit ihrem Kind zu uns spielen kommen würden. Luka spielt nämlich nun schon mit Gleichaltrigen, ohne dass es ihn überfordert.
Ein paar Highliths, wie Leute selbst kreativ geworden sind und den Verein
unterstützt haben: Auf seiner Geburtsparty oder anderen Feier eine kleine
Improvorstellung für oder mit Freunden spielen und im Anschluss einen Hut
rumgehen lassen oder in der Karokebar feiern und einen Hut für den Verein rumgehen lassen. Einen Gutschein für ein Mal Kochen, im Haushalt helfen, einkaufen etc. an eine der Familien, die ein zeitintensives zu-Hause-Programm für ihr Kind betreiben, verschenken. Sachspeneden (Spielzeuge – keine elektronischen bitte -, Malstifte etc.) Bei einer Improaufführung für den Verein werben und den Hut rumgehen lassen. Einige Improspieler und andere Künstler spenden 10% eines Gigs oder sogar ihrer Jahresgage dem Verein. Wer in einer Firma oder einem Unternehmen arbeitet: den Verein für jährliche Steuereinsparungen in Form von Spendengeldern vorschlagen.
Der Phantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Das Nahe liegenste ist natürlich, zur Veranstaltung zu kommen, selbst wenn
auch nur kurz , und etwas zu spenden beim Eintritt, oder durch Verzehr des
Benfitzbüffets oder Kauf eines Benfizloses beizutragen.
Natürlich kann man auch direkt auf das Vereinskonto spenden:
Artists Meet Autism e.V.
Kto: 107 22 00
BlZ: 100 205 00
Bank für Sozialwirtschaft
IN: Es findet derzeit noch ein großes Improfestival in Berlin statt, war die Überschneidung beabsichtigt?
Denzi Döhler: Nein. Der 2. April ist offiziell der weltweite Autismustag. Und der Monat April der so genannte Autism Awareness Month. Als wir das 1. ImproBenefizFestival 2008 im Juni veranstalteten wussten wir das noch nicht. Wir sind damals Hals über Kopf da hineingeschlittert, denn mit soviel
Unterstützung international hatten wir in unseren kühnsten Träumen nicht
gerechnet. Es war uns wichtig, es 2009 am weltweiten Autismustag stattfinden zu lassen und wir haben uns auch trotz des Karfreitages in diesem Jahr erneut dafür entschieden. Denn auf der ganzen Welt wird an diesem Tag wieder besonders in den Medien (in Deutschland leider noch nicht so sehr) darauf aufmerksam gemacht, dass es Autismus gibt und dass über kurz oder lang jeder irgendwie jemand kennt, der mit Autismus in Berührung gekommen ist oder mit ihm lebt. Es ist ein unglaublich aufbauendes Gefühl für uns als Eltern eines autistischen Kindes, mit den vielen anderen Eltern, Familienmitglieder, Freunden, Bekannten und natürlich HelferInnen von Menschen mit Autismus gemeinsam am selben Tag unsere Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu richten und es mit allen zu teilen. Und natürlich voneinander zu lernen und sich inspirieren zu lassen.
IN: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg beim heutigen Festival!
Aufgrund der großen Nachfrage während der IMPRO 2010 haben sich die Gorillas und einige Festivalteilnehmer spontan zu einer Zusatzshow entschlossen: Am Ostersamstag, den 03. April, 19.30 Uhr, spielen sie zusätzlich zum Festivalprogramm gemeinsam die Show “Das große 7 – international edition”.
Das Format spielen die Gorillas seit mehreren Jahren immer freitags im Ratibor, nun aber in der internationalen Ausgabe in deutsch und englisch. Mit dabei sind u.a. Lee White (Crumbs/Winnipeg), Randy Dixon (unexpected productions/Seattle), Ed Hauswirth (Theater im Bahnhof/Graz) und von den Gorillas: Regina.
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