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Allgemein
BERLIN – Am Dienstag Abend (31.01.2012) fand das erste Treffen der neuen Arbeitsgruppe Improliga Berlin statt. Die wichtigsten anstehenden Fragen waren: “Wie ist die zukünftige Form der Liga und wer kann daran teilnehmen?”
Egal wie die Frage nach dem Format beantwortet werden wird: sicher ist, dass die teilnehmenden Gruppen eine gewisse Verantwortung gegenüber den anderen Teams in der Liga haben. Hierbei geht es nicht nur um die Garantie, dass vereinbarte Shows stattfinden, sondern auch um die finanziellen Mittel, die für solch eine Veranstaltungsreihe notwendig sind. Daher ging die Arbeitsgruppe mit der Idee auseinander, bis zum nächsten Zusammentreffen die Berliner Impro-Szene zu fragen, wer Interesse hat und die Mittel aufbringen will, um an einer Liga teilzunehmen.
Für das Format der Liga wurden verschiedene Ideen vorgeschlagen, die im Kern alle darauf hinausliefen, eine direkte Konfrontation der Spieler zu vermeiden. Dies soll nicht nur die Improvisierer auf der Bühne entlasten, sondern dem Publikum im Rahmen der Liga eine andere Qualität von Wettkampf zeigen. Als Arbeitsgrundlage wurde folgender Vorschlag favorisiert:
Zwei Gruppen bestreiten einen Abend. Vor der Pause präsentiert jedes Team ein eigenes, ca. 20-minütiges Format. Nach der Pause improvisieren alle Spieler gemeinsam, um so viele Punkte wie möglich zu erzielen, die dann beiden Gruppen „gutgeschrieben“ werden. Sieger der Liga wird die Mannschaft, die am meisten Punkte in der Saison erspielen konnte. Das genaue Verfahren muss aber noch ausformuliert werden.
Vorausetzungen für die Teilnahme an der Liga
Damit eine Gruppe an der Liga teilnehmen kann wurden folgende Kriterien formuliert. Sie sollen die Stabilität der Teams gewährleisten und eine gewisse Erfahrung in Sachen Improvisation sichern. Jede Improgruppe, die 3 von 4 Kriterien erfüllt, hätte dann eine formale „Berechtigung“ zur Teilnahme an der Improliga:
1. Seit Gründung der Gruppe wurden mindestens 50 Shows gespielt.
2. Die Gruppe besteht aus mindestens 4 SpielerInnen.
3. Die Gruppe besteht seit mindestens zwei Jahren.
4. Die Gruppe tritt mit einer eigenen Reihe mindestens einmal pro Monat auf.
Außerdem MUSS bei der Teilnahme an der Liga eine finanzielle Einlage gezahlt werden, um die Kosten für Presse- und PR-Arbeit, Webauftritt etc. zu finanzieren. Die Einlage hat eine Höhe von 500 bis 1000 Euro, was abhängig von der Anzahl der Gruppen ist.
Wer hat Interesse?
Die Arbeitsgruppe bittet nun alle interessierten Berliner Improgruppen auf Basis dieser Kriterien ihr Interesse an der Teilnahme zu bekunden. Die Rückmeldungen müssen bis zum 13.02.2012 bei der Improliga eingegangen sein. Bitte per Mail mit Antwort auf die 4 Kriterien an info [ät] improliga-berlin.de.
Für alle Teams, die durch das „Kriterien-Sieb“ fallen oder sich die finanzielle Einlage nicht leisten können, besteht im Rahmen der Liga-Shows die Möglichkeit „gefeatured“ werden. Dies könnte dann als “supporting act” wie bei einer Vorband sein und die Liga als Treffen der Berliner Impro-Szene etablieren.
Auf der Bühne
von Stephan Holzapfel und Macro
Am 21.12. fand das Finale der Improliga Berlin statt. Paternoster gewann gegen Turbine William. Damit möglichst viele einen Eindruck dieser Veranstaltung bekommen können, sind hier alle Szenen zu sehen (bis auf die letzte, da war der Kamera-Akku leer).
Vielen Dank an Macro, der das Filmen übernommen hat.
Bei der Szene mit dem “ergreifenden Lied” am Höhepunkt entschied sich das Publikum für Paternoster. Beim “Quadrat” , sowie bei der “besten Entschuldigung” für Turbine. “Shakespeare” vs. “Freudentränen” gewann Paternoster, das “Ein-Wort-Lied” Turbine. “Gereimt” vs. “Synchro” wieder Paternoster.
Auf der Bühne
BERLIN – Die Organisatoren der Improliga Berlin baten uns, folgenden offenen Brief an alle Improgruppen zu veröffentlichen. Zur Erinnerung und für diejenigen, die ihn vielleicht nicht bekommen haben.
Liebe Kollegen!
Die erste Saison der IMPROLIGA BERLIN neigt sich Ihrem Ende entgegen und findet am 20.12.2011 mit der Finalbegegnung Improtheater Paternoster vs. Turbine William wie die Birne ihren Abschluss.
Wir möchten Euch gerne einladen dem Finale beizuwohnen und/oder bei der anschließenden Meisterfeier mit uns zu tanzen, zu lachen & zu quatschen. Wir hätten Euch gerne ALLE dabei, da wir die IMPROLIGA BERLIN mehr als wachsendes Netzwerk begreifen denn als Konkurrenzschmiede sehen. Deshalb stellen wir jeder Gruppe zwei Freikarten und zusätzliche Steuerkarten zur Verfügung. Reserviert diese bitte bei Marco Rosenwasser unter: info@marcorosenwasser.it
Wir sind uns bewusst, dass auf Grund der Größe der Berliner Impro-Szene einige überrascht und auch enttäuscht darüber gewesen sind, nicht eingeladen worden zu sein, die LIGA aufzubauen, mit zu gestalten und als Team mit zu spielen. Aber: ein Anfang musste gemacht und einige – auch unpopuläre – Entscheidungen mussten getroffen werden.
Deshalb laden wir Euch gerne ein, am 10. Januar um 19 Uhr zum “Komplett-Treffen der Impro-Szene” zu kommen. Jede/r Impro-Spieler Berlins ist herzlich willkommen, um gemeinsam Ideen für die zweite Saison der IMPROLIGA BERLIN zu entwickeln. Wir streben eine sukzessive Erweiterung an, so dass 2012 bereits sechs Teams um den Titel kämpfen, 2013 vielleicht schon sieben etc.
Qualifikationsrunden ab Spätsommer des Jahres sind hierfür angedacht.
Wir freuen uns auf Euren Input und Eure Teilnahme. Der Anfang ist gemacht. Die nächsten Schritte wollen gegangen werden. Jeder, der den Weg mitgehen mag, schließe sich gerne an.
Wir sehen uns hoffentlich zahlreich am 20.12.2011 im FRANNZ Club und/oder am 10.01.2012 in den Josettihöfen (Rungestr. 22-24).
Euch allen schöne Weihnachtstage und schon jetzt einen guten Start in 2012.
Lasst uns die Kräfte bündeln und Berlin zur Impro-Hauptstadt machen!
Herzliche Grüße
Marin Caktas
Dan Richter
Michael Schwager
Sebastian Weiss
Johann Jakob Wurster
Jörg Zander
..:: FINALE der IMPROLIGA BERLIN 2011 ::..
Improtheater Paternoster vs. Turbine William wie die Birneam 20.12.2011 um 20 Uhr im FRANNZ CLUB
Auf der Bühne
von Thomas Jäkel und Dominik Schäfer:
BERLIN – Wir waren am Dienstag 22.11.2011 bei der Liga-Begegnung von Paternoster und Turbine William im ausverkauften Frannz-Club. In 80 Minuten Spielzeit sahen wir zwei Herausforderungen, die mit jeweils 2 freien Szenen beantwortet wurden, eine gemeinsame Szene und nach der Pause eine Langform der beiden Mannschaften. Die Begegnung endete 11:7 für Turbine.
Nach diesem Abend einigten wir uns darauf, lediglich folgende Fragen zu stellen, die wir auch nicht beantworten werden. Wir wollen konstruktiv bleiben. Vielleicht regen sie aber an, weiter über das Format Impro-Match nachzudenken:
1. In wieweit sollte einem Publikum, in dem nur wenige bisher Improtheater gesehen haben, das Konzept eines Improtheatermatch erklärt werden?
2. Wie viel muss man einem Publikumsjuror erklären, wenn dieser nach anderen Kriterien bewerten soll als das restliche Publikum?
3. Was sollte das Publikum vor einer Langform wissen, wenn es anschließend eine Bewertung vornehmen soll?
4. Welche Rolle hat die Moderation in einer Langform?
5. Wie kann das bestehende Regelwerk angewendet werden?
Für Hinweise und Anregungen stehen die Kommentare offen.
Auf der Bühne
von macro:
BERLIN – Das Licht verdunkelte sich im vollen Frannz-Club, opulente Fanfarenklänge erklangen – die Improliga startete hochemotional. Je zwei Spieler aus den fünf Teams (3 Damen, 7 Herren) standen auf der Bühne und gaben als erstes den Blick frei auf den wirklich sehenswerten Pokal – ein goldener Berliner Bär mit Harfe monologisierend zu einem Totenschädel.
Auf ging’s: Freeze-Tags zeigten gleich, die Spieler sind warm und wollen gemeinsam Spaß auf der Bühne. Hier ging es nicht um Punkte, es war mehr ein sich zeigen und vorstellen. Und gleich wurden Glanzlichter gesetzt. Per Los gewählte Spieler absolvierten verschiedene Formate, so unter anderem den Typewriter, Anschauen bei Musik, ABC-Szene (die einzige schlimm vermachte Szene des Abends), das klingt nach einem Lied und zuletzt eine Oper. Erstaunlich: das in den Ligastatuten extra ausgeschlossene Gaging schummelte sich kurzzeitig ein. Das Zusammenspiel der verschiedenen Gruppen brachte Hochklassiges und frische Ideen. Im Grunde wünsche ich mir das für die Liga: spielt mehr gemischt.
 Foto: macro
Nach der Pause kam eine Harold-artige Freiform auf die Bühne. Zehn Leute sind dann doch recht viel auf der Bühne, nicht alle bekamen genug Zeit. Schön fand ich dabei eine fast unmerkliche Geste von Dan Richter (Foxy Freestyle), der die Bühne frei klatschte und gerade bisher wenig auf der Bühne gewesene Spieler aufforderte. Dan erhielt dann auch den Publikumspreis für seine Opernovertüre über den Klempner Horst. Ich hätte da erhebliche Schwierigkeiten gehabt, mich für eine beste Szene zu entscheiden. Das verspricht viel Spannung, wenn es dann um Punkte geht.
Punktspiele für die Berliner Improliga gibt es jeden Dienstag im Frannzclub: www.improliga-berlin.de
Allgemein
BERLIN – Heute am 4. Oktober startet die Improliga Berlin (BL) ihre erste Saison. Fünf Berliner Teams haben sich zusammengetan und wollen ihre Kräfte im Theatersport messen. Am 20. Dezember wird in einem Finalmatch der Berliner Impromeister 2011 ermittelt. Es treten renommierte Berliner Gruppen an: frei.wild, Foxy Freestyle, Paternoster, Theatersport und Turbine William wie die Birne. Alle Begegnungen finden dienstags im Franzz-Club um 20:00h statt. Zum heutigen Auftakt sind alle 5 Ligateilnehmer gemeinsam auf der Bühne zu erleben.
Es gibt also eine Menge Theatersport in der Stadt. Neben der BL fand im September der Theatersport Cup statt, wo Theatersport Berlin sowohl Ausrichter wie auch Mitspieler war. Direkt davor erlebten wir das Impro Wildcard Tunier – frei.wild, Foxy Freestyle und Turbine William spielten dort mit und der Sieger qualifizierte sich zum Theatersport Cup. Da heißt es Überblick bewahren. Denn für 2012 soll es auch für die zweite Saison der Improliga Berlin ein Qualifikationsturnier geben, wo ein 6. Ligamitglied ermittelt wird.
Wir stellten den 5 Gruppen ein paar Fragen zur Liga, es antworteten uns Jörg Zander von frei.wild und Sebastian Weiß von Paternoster:
Impro-News: Wann entstand die Idee zu der Berlin-Liga und von wem ist sie?
Jörg Zander von frei.wild: Sie lag schon lange in der Luft. Ich glaube vom heiligen Michael.
Impro-News: Wie soll die Berlin-Liga ablaufen, wie oft spielen die Mannschaften und nach welchem System?
Jörg Zande von frei.wild: Jedermitjedem System: zwei für alle und Gott mit uns!
Impro-News: Was erhält der Meister?
Sabstian Weiß von Paternoster: Der Meister erhält natürlich einen von einer Künstlerin gestalteten Pokal sowie den heiß begehrten Titel des 1. Berliner Impromeisters. Im Vordergrund stehen vor allem spannende und mitreißende Shows für das Publikum. Ich würde mich freuen, wenn es uns außerdem gelingt, jeden Abend nicht nur für die Zuschauer zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen, sondern auch für die Schauspieler untereinander. Dann wird der Funken erst recht überspringen. Die Vernetzung untereinander ist der eigentliche Gewinn und zwar für alle Improgruppen Berlins. Daher würde ich mich freuen, wenn sich möglichst viele Improspieler die Veranstaltungsreihe anschauen und die Liga in der Zukunft mitgestalten mögen.
Impro-News: Ihr wollt die Liga im kommenden Jahr für andere Gruppen öffnen. Wisst ihr schon, wie dies geschehen soll?
Sabstian Weiß von Paternoster: Ich bin ein starker Verfechter der Öffnung der Improliga. Wir haben lediglich den Startschuss gegeben und wollten einfach die Liga ins Leben rufen. Mein Wunsch ist es, dass theoretisch jede Berliner Improgruppe an den Veranstaltungen aktiv teilnehmen und somit auch Berliner Impromeister werden kann. Sicher ist es ebenso wichtig, gewisse Kriterien für die Teilnahme festzulegen, damit eine professionelle Improliga gewährleistet werden kann. Genau diese Kriterien werden momentan diskutiert und in naher Zukunft beschlossen. In jedem Fall sollen diese transparent und nachvollziehbar sein.
Impro-News: Habt ihr eine Vision, wo die Liga in 10 Jahren sein könnte?
Jörg Zander von frei.wild: Auf Weltniveau und in Verbindung mit dem Kosmos.
Sabstian Weiß von Paternoster: Meine persönliche Vision der Liga ist eine deutschlandweite Vernetzung und somit eine bundesweite Improliga mit einem Deutschen Meister des Improtheaters. Ich wünsche mir, dass bei der bundesweiten Liga ebenfalls die gleichen Teilnahmekriterien bestehen und somit alle Gruppen eine Chance auf die Teilnahme haben.
Impro-News: Danke für die Antworten und mögen die Spiele beginnen.
Alle Infos unter: www.improliga-berlin.de
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